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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 16.08.2018

Das brauchen wir nicht!

Was ist nötig / unnötig???


Die Vielzahl der gewünschten Veränderungen/Verbesserungen für das Friseurhandwerk ist offensichtlich und bekannt. Im krassen Gegensatz dazu steht aber die Leistungsbereitschaft vieler Friseure, hinsichtlich der jetzigen Gegebenheiten Veränderungen vorzunehmen.

 

Die Liste dessen, was als unnötig betrachtet und abgelehnt wird, ist beachtlich:

Internet, Salon Webseite :
„Meine Kunden wohnen hier und nicht in Hamburg oder München!“ das ist so eine Standardantwort wenn es um die Frage geht, ob der Salon schon eine eigene Homepage hat. Fatal und ein völlig falsches Denken!
Kunden orientieren sich heute zu 80 % über das Internet wenn es darum geht neue Angebote oder Dienstleister zu finden. Das gilt auch für Ihre Stadt, und für alle Altersgruppen gleichermaßen. Ganz besonders aber in größeren Orten und Städten wo Menschen neu hinzugezogen sind.

PC Computer
Auch hier ist die Ablehnung recht groß. „Wenn ich in meine Hosentasche fasse, weiß ich doch was ich Tagsüber eingenommen habe!“ Ein Satz aus dem Jahr 2013, gesprochen von einem bekannten Friseurunternehmer!
Ob dieses Denken Bestand haben wird bezweifle ich. Hintergrund ist der Umgang mit schwarz getätigten Umsätzen, die so in den Augen mancher Kollegen, nicht mehr nachprüfbar werden.
Die Wahrheit sind anders aus: das Gegenteil ist der Fall! Betriebsprüfer kommen heute mit Laptop, erfassen Ihre Daten, und Sie haben die Beweispflicht wo die plötzlich fehlenden, vom Prüfer aber erwarteten und errechneten Umsätze geblieben sind.

Verbände - Innungen
Wenn es um Missstände geht, sind die in den Augen vieler Friseure sofort der Buhmann. Viele Friseure sind ausgetreten, um Kosten zu sparen. Damit hat man in Teilbereichen verminderte Handlungsunfähigkeit herbeigeführt. Die fordert man paradoxerweise dennoch nach wie vor, teils auch unberechtigt, denn Innungen und Berufsverbände sind keine Strafverfolgungsbehörden.

Der Aufwand um Missstände oder kriminelle Handlungen bei der Gewerbeaufsicht oder Steuerfahndung zu melden, wäre gering. Hier fehlt aber das Rückgrat dass man sich von den Verbänden erwartet, aber nicht bereit ist das zu finanzieren.

Zahlen und Betriebswirtschaft
Zugegeben ein trockenes Thema. Aber als Handwerker müssen Sie auch Kaufmann sein! Es ging besser so, also wird es auch weiter so gehen, ist das Motto vieler Unternehmer. Und viele bemerken noch nicht einmal, dass sie sich selber kräftemäßig wie auch wirtschaftlich langsam selber auffressen.

Für die Altersvorsorge ist ebenso wenig Kapital vorhanden wie für den täglichen Bedarf. Die Lösung liegt im kreativen Kassenumgang, nicht wenige Existenzen enden nach Betriebsprüfungen mit einem ganz düsteren Lebensabend!
Und ganz offensichtlich denkt auch kaum jemand darüber nach, was mit den rund 25.000 Kleinstbetrieben im Friseurhandwerk werden soll. Monatsumsatz weniger als 1.450,- €uro, was bitte bleibt da als Gewinn, als Geld zum Lebensunterhalt? Welcher Betrag fließt da in die Altersvorsorge??? Oder wird hier später die Allgemeinheit gefordert? Der Fiskus täte gut daran, hier genau hinzuschauen!

Werbung Weiterbildung
Auch hier oftmals ein desolates Bild. Viele Betriebe haben sich kaputt gespart, sind jetzt durch schwarz getätigte Löhne (die mit dem Mindestlohn offiziell werden müssen) in Zugzwang. Für Werbung und Weiterbildung ist kein Geld mehr da. Haben wir nicht - brauchen wir nicht, so einfach wird das Ganze abgetan, ein Umgang der weder produktiv noch kundenorientiert ist.

Check:
Wege aus dem Dilemma:

  • Gehen Sie mit der Zeit, seien Sie offen für neue Medien, neue Arten der Kommunikation.
  • Nutzen Sie neue technische Möglichkeiten, zeigen Sie Modernität!
  • Kontrollieren Sie Ihren Salonerfolg mittels und erfasster Daten und Statistiken.
  • Nur mit diesen Daten können Sie Mitarbeiter fördern und auch fordern!
  • Unterstützen Sie Verbände und Innungen. Die Gemeinschaft zählt, und gemeinsam ist man stärker.
  • Wehren Sie sich gegen Missstände, zeigen Sie Charakter und vertreten Sie Ihre Meinung.
  • Lösen Sie sich von kreativen Umsätzen. Diese entziehen Ihrem Salon Gelder die Sie für Werbung und Weiterbildung brauchen.
  • Machen Sie sich nicht wegen schwarz gezahlter Löhne bei ihren Mitarbeitern unglaubwürdig.
  • Investieren Sie in die Zukunft: das sind ihre Mitarbeiter: machen Sie diese stark, zeigen Sie wer Sie sind und was Sie können.
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