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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 13.12.2018

Die Frage danach.....

Was können, müssen, sollten WIR FRISEURE besser machen?


Meldungen gibt es, die schlagen ein! 
Der Aufruf zum SYOSS PROTEST  war so eine, auf die Schnelle in Facebook gepostet, vergingen genau drei Minuten,und die ersten empörten Feedbacks waren online. Worum ging es? Der Reihe nach:

In der Frauenzeitschrift BRIGITTE fand man das Thema .Meine Haarfarbe und ich" 
Nichts besonderes sollte man meinen, und doch - ist alles anders:  Der Fachmann für Haare und Haarfarbe kommt hier nicht zu Wort.
Neun Frauen haben Produkte aus dem Drogeriemarkt gestestet und sind begeistert. Total sogar!
Als Profi kommt Christophe Robin, als Colorations-Experte von L'Oreal Paris zu Wort und erklärt auf was zu achten ist.

Ansonsten ist das Ganze ein Armutszeugnis für alle Friseure, für manche begeisterte Haarkünstler auch ein Schlag ins Gesicht: „Warum erniedrigen uns die Produkthersteller und Friseurlieferanten auf diese Art und Weise?" fragt Friseurin Diana in Facebook.

Und weiter: „Wie fühlt man sich so als Fachmann, der angeblich NICHTS mehr zu bieten hat, was der Durchschnittsbürger nicht auch selbst hinkriegen kann?
Wie fühlt man sich, wenn man "nicht mehr gebraucht wird", weil es alles als "DO-IT-YOURSELF-PACKET über Kaufhaus, Internet, Fernsehsendungen und Zeitschriften für den Endverbraucher gibt?
Wozu braucht man und Handwerker/innen, Fachmänner oder Frauen, Profis überhaupt noch?"
Dabei geht es der Branche eh nicht gut!

Immer mehr Salon's, immer mehr Kosten, aber immer weniger Kunden und somit weniger Umsatz in jedem einzelnen Salon - ein großes Problem für die Mehrheit der bundesdeutschen Friseure. Mit Schwarzarbeitern und Billigfriseuren hat man schnell die Schuldigen gefunden, glaubt man. Aber ist das wirklich so? Zum Teil ja, der Wettbewerb ist verzerrt, aber das ist nur eine der Ursachen.

Ein anderes und größeres Problem ist die Tatsache, dass sich die Vielzahl der Friseure mit diesen „Begründungen" zufrieden gibt statt nach Auswegen - oder neuen Wegen - zu suchen!

Fakt ist: 76% der Kundinnen wünschen sich eine bessere Beratung beim Friseur. Das sind Zahlen einer repräsentativen Umfrage (Verbraucherumfrage des Industrieverbandes Friseure) Das bedeutet, das sich jede dritte Kundin beim Friseur unzureichend beraten fühlt!!!

Damit sind Produkte, wie auch Frisuren ,und neue Techniken gemeint.
Kundinnen stehen ratlos im Supermarkt vor zig Produkten - im Salon: die Friseurin verweist angesichts dieser Tatsache darauf, nicht als Verkäuferin tätig zu sein. So kommt es auch, das JEDER Drogeriemarkt in Deutschland durchschnittlich jeden Monat für 40.000 €uro Haarpflegeprodukte verkauft, (recherchiert an Hand des Nielsen Reports)

Der Produktverkauf in den Friseursalons dümpelt meist unterhalb der kläglichen 5% Marke. Ein erbärmliches Ergebnis - wer glaubt denn bitte, das dieses für die Friseurlieferanten irgendwie interessant sein könnte?

Kunden, wollen mal was Neues, wie in anderen Branchen auch. Die Zulieferer-Industrie im Friseurhandwerk weiß das. Sie weiß sogar WAS die Kundin sich wünscht, entwickelt Produkte, Techniken und schult dieses auch noch. Werbemittel, Frisurenbücher, Poster, Aufsteller sollen den Erfolg leichter machen.

Genutzt wird so etwas allerdings nur von einer Minderheit der Friseure, das sind aber auch meist die Erfolgreicheren der Branche. Welcher Aufwand (mit welchen Kosten) wurde von Wella betrieben, um Color Sensations oder HairPainting in die Salons zu bringen... aber bitte wo, bei welchen Friseuren, in welchen Anzeigen oder Schaufenstern sieht die interessierte Friseurkundin ein solches Angebot?

Welche moderne Mitarbeiterin beherrscht diese oder ähnliche Techniken um der Kundin Neues zu bieten? Die Antwort kennen wir alle ... und schweigen! Die Friseur-Zulieferer auch - und handeln. Schließlich sind das wirtschaftliche Unternehmen die Umsatz brauchen ....

Zurück zum Artikel in der BRIGITTE:
Jede dritte Friseurkundin fühlt sich unzureichend beraten. Das wissen auch Zeitungsverleger, sie spüren das sogar! Sobald das Thema Haare & Frisur ansteht wird die Auflage um 20% erhöht - die Nachfrage macht's möglich. Der Friseur nebenan schaut derzeit auf den Billigfriseur und stöhnt...

Das was hier in dieser BRIGITTE gezeigt und erklärt wird, wurde in ähnlicher Form von Friseur Markenfirmen für die Friseursalons in Form von Techniken und Produkten entwickelt und angeboten. In den meisten Salons fanden diese Dinge aber nur minimales Interesse. Wen wundert es, wenn sich die Industrie andere Absatzmärkte sucht?

Pflanzen-Coloration
Der Wunsch nach weniger Chemie, mehr hin zu Natur und Nachhaltigkeit beschäftigt viele Frauen. Aber welcher Friseur kann ihn erfüllen?

Repigmentierungs-Creme
Auch Re-Nature wurde von Schwarzkopf (erst für den Friseurmarkt) entwickelt, (und dort ein totaler Flopp) Im Drogeriemarkt dann aber eines der weltweit meistverkauften Produkte dieser Art.

Aufhellungsspray
Sanfte und natürliche helle Strähnen a la Hair-Painting. In den Märkten ein Renner, beim Friseur bleibt Painting unbekannt.

Anti-Age-Coloration
Zielgruppe 50+ eigentlich die stärkste Umsatzquelle in unseren Salons. Die passenden Angebote sind vorhanden und bleiben ungenutzt.

Was die Friseurseelen aber zum kochen brachte waren nicht die eigenen Versäumnisse sondern ein kleiner Textblock in der Brigitte unten rechts (dort wo die Leserblicke automatisch hinwandern)

PROFIS GESUCHT
Sie färben Ihre Haare regelmäßig selber und wollen dafür noch mehr Profi-Tipps?

Lassen Sie sich von Schwarzkopf zur Colorations-Expertin ausbilden - und schulen Ste Freundinnen. Nachbarn und Verwandte nach dem Prinzip der Tupper-Party. Einfach per E-Mail unter ....  

Bedeutet nichts anderes, als das Schwarzkopf Henkel Laien sucht, die künftig geschult nach Art derTupperware Partys Produkte an die Frau bringen. Produkte wie Shampoo, Haarfarbe, Pflege. Marke: SYOSS!

Mich ärgert das auch - maßlos sogar.
Dieser Artikel soll keine Entschuldigung für die Haarkosmetik-Industrie sein, aber er soll erklären. Ich weiß auch nicht, über wen ich mich mehr ärgern soll: über unsere Industrie oder über die vielen untätigen, bequemen und angeblich zufriedenen Kollegen und Kolleginnen die so etwas erst möglich werden lassen!?

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