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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 22.02.2018

Aufruf zum Protest!

Friseurberuf in Gefahr!
In Modemagazinen sucht HENKEL Mitarbeiterinnen, um diese im Schnellverfahren als "Colorations-Extpertinnen" auszubilden. Eingesetzt werden sollen diese dann nach Art der Tupperware Partys im Homebereich... um SYOSS zu promoten! Ohnehin sind wir Friseure mit diesen Produkten nicht glücklich...
Rene Krombholz , als Initiator der Wertegemeinschaft "Der faire Salon" ruft zum Protest auf!!!


Wir sind seit Jahren mit dieser SYOSS Geschichte nicht glücklich.
Dieses Produkt wurde von uns Friseure noch niemals als gut befunden, auch wenn die TV Werbung das suggeriert.
Auch sind diese Billigwaren nicht mit unseren Friseurprodukten vergleichbar.Es ist KEINE vergleichbare Qualität!
 
Als „hochwertige Qualität “ beworbene Shampoos kosteten im Drogeriemarkt selten mehr als 5,- €uro
Ein Friseur muss für ein Shampoo vom gleichen Hersteller in der Regel im Einkauf , rund 10,- €uro bezahlen!

Das genau ist Kunden unbekannt und sie wundern sich über die hohen Produktpreise im Salon.
Der hohe Preis wird auf überzogene Kalkulation des Friseurs zurückgeführt .
Aus dieser Sicht heraus werden dann auch die Dienstleistungspreise des Friseurhandwerks als überteuert gesehen

Der aktuelle Umgang der HENKEL AG (SYOSS) mit dem Friseurhandwerk gibt Anlass zur Sorge und zum Protest.
Aktuell sollen Laien im Schnellverfahren als Colorations -Experten angelernt werden, um dann, nach Art der Tupperware Partys, in Wohnzimmern SYOSS Haarfarben zu verkaufen und den Friseuren die Kunden aus den Salons zu holen.
HENKEL sucht derzeit in einigen Frauenmagazinen nach Mitarbeiterinnen, die diesen Job übernehmen wollen.


Das kostet der, ohnehin stark gebeutelten Friseurbranche, Kunden, Umsatz und dann Arbeitsplätze!
Zu befürchten ist: Syoss spielt einmal mehr den Vorreiter, andere Konzerne ziehen nach.
Nicht auszudenken was dann mit dem Friseurhandwerk passiert.

Wir protestieren dagegen und brauchen dazu die Hilfe aller Berufskollegen, egal ob Chef, Mitarbeiter oder Azubis.
Wir haben einen Protestbrief an Henkel verfasst und diesen dem geschäftsführenden Vorstand (jeweils einzeln) per Post zugestellt und eine Unterlassung gefordert.

Wir fordern alle Friseure auf, das mitzutragen.
Was können wir tun, um Unheil abzuwenden und die Industrie zum Umdenken zu bewegen?
• Die Industrie wird mit Sicherheit nicht zugeben wollen, dass hinsichtlich Syoss & Co. so einiges in der Werbung getürkt war.
Verbrauchern zu suggerieren, das es sich hierbei um eine vergleichbare Qualität wie mit Salonprodukten handelt, ist ein weiteres Problem zum Nachteil der Friseure. Hier müssen Friseure selber tätig werden und aufklärend wirken.

• Auf der Syoss Fanpage in Facebook sind Friseure seit Tagen aktiv und posten ihre Meinungen zu Syoss.
Besuchereinträge werden dort sofort von Friseuren! beantwortet, eigene Post’s von Friseuren werden aber sofort gelöscht, einige Accounts wurden bereits von HENKEL gesperrt. Aber wie viele Friseure haben wir in unserem Land…?
Also mitmachen.. jeder mal ein bischen…! Aber bitte mit Fachkompetenz und fair, wir präsentieren uns damit der Öffentlichkeit > denkt an unser Image!!!
• Kunden zeigen wo die Unterschiede zwischen Friseur- und Retailmarktprodukten liegt, ist ein weiterer wichtiger Schritt. Erst wenn Endverbraucher erfahren, das wir Friseure unser Shampoo eben nicht mit 1,99 €uro einkaufen, werden sie ein anderes Verständnis für Friseurpreise entwickeln.

Als einen möglichen ersten Schritt stellen wir hier in friseur-news ein Plakat (A4) zur Verfügung.
Jeder Friseur kann das nach seiner Vorstellung verwenden.

Im Anhang befindet sich eine gekürzte Version dieses Briefes zum Download. Bitte runterladen, unterschreiben und an HENKEL faxen oder per Post senden.
Je öfter das passiert, desto besser die Aussicht, hier etwas zu bewirken.

Wir werden
• am 5.August die Verbände und Fachpresse über diese Aktion informieren und um Mitwirkung bitten.
• am 6.August  6.200 Sonder-Newsletter mit gleichen Thema in den Versand schicken.
• Gleichzeitig haben wir auf unserer Homepage ein Plakat zum Download um Kunden anzusprechen
• Weitere Aktionen, wie Information der Medien, sind für nächste Woche geplan. Wir wollen erst einmal Euere Reaktion und die von HENKEL abwarten.

Hier das Original des Briefes an HENKEL – also mitmachen, weitersagen, mitmachen, weitersagen > ALLE
Hier geht es um unsere Zukunft !


An den Vorstand der Henkel AG & Co. KGaA
Herrn Kasper Rorsted
Herrn Jan-Dirks Auris
Herrn Dr.Lothar Steinebach
Herrn Hans van Bylen
Herrn Bruno Piacenza

Henkelstraße 67
40589 DÜSSELDORF FAX 0211 798-4008


Betrifft
Syoss kontra Friseurhandwerk

Sehr geehrte Herren!
Der Umgang Ihres Unternehmens mit dem Friseurhandwerk gibt in der jüngsten Vergangenheit Anlass zur Sorge und zum Protest.

Wir sind Friseure, Handwerker eines alten, ehrbaren Berufsstandes und arbeiten im Sinne der Nachhaltigkeit.
Wir fühlen uns verantwortlich:
• für die Verschönerung der zu uns kommenden Menschen und deren Wohlbefinden zu dem wir beitragen.
• der Gesunderhalterung der Haare und der Kopfhaut, Wiederaufbau der Haare bei vorliegenden Mängeln
• dem ökologischem Denken hinsichtlich unserer Produkte, der Menschen und der Umwelt.
• als Unternehmer der sozialen Verantwortung unserer Mitarbeiter.

Produkte wie SYOSS können diese Anforderungen, nach unserer Überzeugung, in keiner Weise erfüllen,
deshalb distanzieren wir uns ausdrücklich von dieser Produktserie.

In der Werbung wird Endverbrauchern suggeriert das
• wir Friseure diese syoss Produkte für gut befinden,
• es sich um eine vergleichbare Qualität wie bei friseurexclusiven Produkten handelt.
Beides ist nicht der Fall, und wir fordern eine Unterlassung solcher Aussagen, da sie nicht der Wahrheit entsprechen.

Im weiteren Verlauf der SYOSS Werbung werden aktuell Laien angeworben, um diese als sogenannte Colorations Experten auszubilden und SYOSS dann nach Art der Tupperware Partys zu vermarkten.
Wir verurteilen dieses Vorhaben weil es einem ganzen Berufsstand schadet, Arbeitsplätze vernichtet, und unserer Meinung nach nicht der Handwerksordnung zur Ausübung des Friseurhandwerks, hier in beratender Tätigkeit entspricht.
Wir fordern Henkel auf dieses zu unterlassen, bzw. unser Verbandswesen die Rechtmäßigkeit zu prüfen, ggf. Schritte einzuleiten und die Öffentlichkeit zu informieren.

Wir Friseure haben nichts gegen eine Produktserie syoss im Retailmarkt.
Gegen einen Umgang der unseren Berufsstand mehr schadet als nutzt, werden wir uns wehren.
Wir haben als Friseurunternehmer Verantwortung für unsere Mitarbeiter, deren Arbeitsplätze stehen bei weiterer Durchführung Ihrer Planungen auf dem Spiel!
Henkel sollte sich als Geschäftspartner vieler Friseure – in dieser wirtschaftlich für das Friseurhandwerk schweren Zeit – ebenfalls seiner Verantwortung bewusst sein!

Anmerkung des Verfassers:
Persönlich hatte ich - als Friseur und Verfasser dieses Schreibens – das Glück den Firmengründer Konrad Henkel bis zu seinem Tode als Friseur betreuen und vieles seiner Denkweise kennenlernen zu dürfen.

Wenn auf der Henkel-Schwarzkopf Homepage zu lesen ist:
„Die Henkel-Gruppe, und somit auch Schwarzkopf, nimmt ihre ethische und umweltpolitische Verantwortung sehr ernst und betreibt ein effektives Programm für Umweltschutz und Sozialverantwortung, sowohl auf globaler als auch auf regionaler Ebene“ dann mag das dem Gedanken des Firmengründers entsprechen, die aktuelle Vorgehensweise im Friseurmarkt aber ganz sicher nicht!

Wir Friseure kennen Schwarzkopf als Traditionsunternehmen der Friseurbranche, welches uns viele Innovationen und Bereicherungen geschenkt hat und sind entsetzt wie der Name Schwarzkopf jetzt für die Vermarktung eines Henkel Chemieprodukts geopfert wird.

Ich bin fest davon überzeugt, dass beide Firmengründer Hans Schwarzkopf wie auch Konrad Henkel, über die aktuellen Geschehnisse entsetzt wären und eine Änderung im Sinne des Win-Prinzips und der Nachhaltigkeit dringend befürworten würden.

Rene Krombholz

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