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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 13.12.2017

Niedriglöhne

Seit Jahren diskutiert man immer wieder über Niedriglöhne


und das dadurch entstehende Armutsrisiko. Als Niedriglohn wird der Bruttolohn bezeichnet, welcher unterhalb von zwei Dritteln des nationalen Medianbruttolohns aller Vollzeitbeschäftigen liegen.

In 2006 lag die Niedriglohngrenze in Deutschland bei € 9,85 brutto/Stunde. Dementsprechend erhielten 20% aller Arbeitnehmer/innen einen Verdienst unterhalb dieser Grenze.

Bei atypischen Beschäftigten (Teilzeitè weniger  als 20 Std., geringfügig Beschäftigte, befristet Beschäftigte, sowie Zeitarbeiter) war sogar jeder zweite betroffen.

 „Durch die Ausweitung der befragten Wirtschaftszweige im Jahre 2006 wurden erstmals typische Niedriglohnbereiche wie Friseursalons, Wäschereien und Arztpraxen abgedeckt.“[i]


Bei genauer Analyse der Daten ist ersichtlich, dass der höchste Niedriglohnanteil in der Friseur- und Kosmetikbranche und Taxibranche zu verzeichnen ist. Da bezogen mehr als 80% der Normalarbeitnehmer einen Niedriglohn!!

Außerdem ist auffallend,  dass gerade die Bezahlung bei Frauen sehr gering ist, da der Anteil der Niedriglohnbezieherinnen aller Arbeitnehmerinnen mit 27% doppelt so groß ist als bei Männern (14%).

Umso jünger Beschäftige sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit Niedriglohn zu beziehen. Anhand der Daten ist ersichtlich, dass in der Altersgruppierung der 15-24 jährigen, mehr als jeder zweite Niedriglohnbezieher ist è ist damit doppelt so viel wie in jeder anderen Altersgruppe.

Des Weiteren wurden die geringfügbeschäftigten betrachtet. In dieser Beschäftigungsgruppierung sind in allen Altersgruppen ca. 80% Niedriglohnverdiener zu vermelden.  Bei den anderen Beschäftigten sind ebenso in der jüngsten Altersgruppe 52% Niedriglohnanteil, bei den älteren Beschäftigten ab 55 Jahre von  40%:

Was allerdings an diese Stelle noch angeführt werden muss ist: Umso häufiger jemand den Arbeitsplatz wechselt umso eher muss auch mit Verdiensteinbußen gerechnet werden. Nicht zu vergessen ist auch die berufliche Qualifikation, denn genau diese ist ein wesentlicher Faktor, selbiger den Lohn beeinflussen kann. Umso höher die Qualifikation, desto geringer ist es in den Niedriglohsektor zu geraten. 

 

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