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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 22.10.2017
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An die Politik

Ein Wort in Richtung Politik

Unbestritten leben wir hier und heute in einem der reichsten Länder dieser Welt, den meisten von uns geht es gut. Das soziale Miteinander indes schwindet mehr und mehr.

Einige Hürden in unserem Land sind in den letzten Jahren gewachsen. Sie als Politiker haben wahrlich keine leichte Aufgabe. Insbesondere, da es für manche Probleme auch noch keinerlei Erfahrungswerte gibt.

Für manche Ihrer Entscheidungen wäre es wichtig, mehr aus dem Volk oder verschiedenen Gesellschafts - oder Berufschichten wahrnehmen zu können. Aus diesem Grund gehen wir hier und jetzt den umgekehrten Weg und kommen auf Sie zu.

Wir - das ist in diesem Fall die Wertegemeinschaft „Der faire Salon“, auch Mitglied im „Wirtschaftsbund HANSE“ in Verbindung mit zahlreichen, ehrlich agierenden Friseurunternehmern aus ganz Deutschland.

Es ist unschöne Realität: Großkonzerne schleusen heute Milliardenbeträge am Allgemeinwohl vorbei, Großbanken stehen wegen Betruges vor Gericht.   
Begriffe wie Ehrlichkeit, Miteinander oder Wertschätzung haben an Wert verloren.
Die Schere zwischen Arm und Reich wächst und der Ton wird rauer. Steuerehrlichkeit ist mehr als fragwürdig geworden.

 

Das wissen Sie. Mit den neuen Vorschriften zur ordnungsgemäßen Buchführung, aber auch mit dem kürzlich verabschiedeten „Gesetz zur Verhinderung der Manipulation .. “   will die Politik dem Problem der massiven Steuervermeidung Einhalt gebieten.

 

Dieses ist unserer Meinung nach vollkommen unzureichend.

Um beim Friseurhandwerk als Beispiel zu bleiben: wir wissen, dass nahezu jedes dritte Friseurunternehmen in Deutschland zu den Kleinstunternehmen zählt und von der Umsatzsteuer befreit ist.  Ein großes Ärgernis für alle ehrlich agierenden Betriebe, denn dieses ist eine Wettbewerbsverzerrung, da die gesparte Umsatzsteuer in Höhe von 19% als direkt eingestrichener Gewinn gesehen werden kann.

 

Zudem ist diese Tatsache vollkommen unglaubwürdig.
Zwar mag es Unternehmen mit weniger als 17.500 € Jahresumsatz / 1.450,- € Umsatz im Monat in Einzelfällen geben. Insbesondere wenn der/die Unternehmer/in eine weitere Tätigkeit ausübt.
Ansonsten darf absolut die Frage gestellt werden, was von 1.450 € Einnahmen im Monat, nach Abzug von Miete, Energie, Wareneinsatz, Versicherungen und Beiträgen für einen auskömmlichen Lebensunterhalt zu Verfügung bleibt. Dieses dürfte in der Regel (sofern keine andere Einnahme vorhanden ist) unzureichend sein und schon gar nicht für eine adäquate Altersvorsorge reichen.

 

Ärgerlicherweise werden diese Kleinstunternehmen, (wie das BMF mitteilt) nicht großartig geprüft, weil sich Kosten (der Prüfer) und Ertragsmöglichkeit (bei Verstößen) nicht entsprechen. Das ist ein Freibrief zur Steuerunehrlichkeit gegen den wir protestieren.

Mit dem neuen (ab 2020 geltenden) „Gesetz zur Verhinderung der Kassenmanipulation“ wurde eine Belegausgabe Pflicht eingeführt.  Ein Schritt in die richtige Richtung.
Eine Kassenpflicht wurde hier abgelehnt.
Das wiederum lässt nun jedem Unternehmen die Möglichkeit offen, eine Kasse zu führen, oder nicht. Wer manipulieren will, schafft sich künftig keine Kasse an - oder entsorgt diese.
Die ab 2020 geltende  Belegausgabepflicht hat keine Gültigkeit wenn eine offene Ladenkasse geführt wird.
Ob die ab 2018 geplante KassenNachschau auch für Kleinstunternehmer gilt, ist noch unklar.

Wir begrüßen konsequente Kontrollen, die für mehr Ehrlichkeit und Fairness im Markt sorgen. 
Wir bemängeln aber, dass z.B. die zum Jahresende 2016 erfolgten bundesweiten Kontrollen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit ausschließlich bei umsatzstärkeren und nicht in fragwürdigen Betrieben durchgeführt wurden.

Wir fordern eine Kassenpflicht und Belegausgabe Pflicht für alle Betriebe, einschließlich der Kleinstunternehmer.

Wir begrüßen regelmäßige Kontrollen und Überprüfung jeglicher Vorschriften,
fordern aber eine Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer ohne Ausnahmen.

Wir fordern die Kleinstunternehmer Regelung zumindest zu begrenzen und dort zu streichen, wo ein auskömmlicher Lebensunterhalt nicht gesichert ist.

Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, kaum lebensfähige Unternehmen zum Nachteil der Mitbewerber, aus der Staatskasse heraus zu subventionieren.

Dieses ist ein Gedanke aus dem Blog „auf ein (offenes) Wort“ in welchem auch weitere Gedanken zu derzeitigen größeren und kleineren Problemen in unserem Land diskutiert werden.
Schauen Sie doch mal rein…

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