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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 03.06.2020

Friseure stehen zusammen

Friseurhandwerk gegen Schwarzarbeit und mobilen Friseurservice in Zeiten von Corona


Mit großer Sorge und Unverständnis reagiert Guido Wirtz, Landesinnungsmeister des Landesverband Friseure & Kosmetik auf aktuelle Entwicklungen im Friseurhandwerk zu Zeiten der Corona-Pandemie. "Aktuell steht die gesamte Friseurbranche in Deutschland vor großen Herausforderungen. Seit dem 23. März ist jegliche Friseurtätigkeit aufgrund der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz und ganz Deutschland untersagt. Seit diesem Tag steht ausgerechnet unsere Branche, die aus vielen sehr kleinen Betrieben besteht, enorm unter Druck. Die generelle Schließung der Friseursalons über einen langen Zeitraum bedroht viele Existenzen in diesem Handwerk", so Wirtz.

Der Landesverband stellt derweil klar, dass dieses seither geltende Tätigkeitsverbot auch für mobile Friseure mit Heimservice bei den Kunden gilt. Gerade in diesem Dienstleistungsbereich gibt es im Friseurhandwerk auch zu Zeiten außerhalb von "Corona" einige schwarze Schafe, die diese Dienstleistung in Schwarzarbeit anbieten. Mit großer Sorge beobachtet der Verband derzeit die steigende Zahl von Such- und Angebotsanzeigen in Internetportalen, in denen derzeit nach Friseuren im Heimservice gesucht wird oder gar die Dienstleistung angeboten wird. 

"Wir als Landesinnungsverband werden entschieden gegen solche Anzeigen vorgehen. Gerade vor dem aktuellen Hintergrund sind auch diese Tätigkeiten für den Friseur und auch für den Kunden absolut unverantwortlich", so Dirk Kleis, Geschäftsführer des Landesverbandes. 

"Das Friseurhandwerk steht in der aktuellen Situation eng zusammen! Die Friseure werden den Kunden nach Aufhebung des aktuellen Tätigkeitsverbotes, voraussichtlich ab dem 4. Mai, wieder in gewohnter handwerkliche Qualität zur Verfügung stehen. Wir hoffen, dass unsere Kunden uns die Treue halten und solche gefährlichen und unsolidarischen Angebote nicht nutzen, oder gar unsere Friseure in dieser Sache aktiv unter Druck setzen", so Guido Wirtz abschließend. 

Der Landesverband Friseure Rheinland startet dieser Tage eine eigene Informationskampagne zu diesem Schwarzarbeit-Thema, um die Friseure und Kunden im Innungsbiet zu informieren und für die aktuelle Situation zu sensibilisieren. 

Kreishandwerkerschaft MEHR
 - Geschäftsstelle der Innungen - 
Kalvarienbergstraße 1
54595 Prüm

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