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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 14.11.2018

Rettet das Handwerk!!!

Der größte Arbeitgeber des Landes bleibt in der Politik ungehört


Nicht nur Pflegenotstand und Lehrermangel erhitzen die Gemüter, viel mehr sucht auch das Handwerk händeringend Mitarbeiter und Nachwuchs. Viele Betriebe müssen inzwischen wegen Personalmangel schließen oder finden keinen Nachfolger. Erschwert wird die Situation durch den politisch unterstützten Willen zur weiteren Akademisierung im Land und Mängel im derzeitigen Schulsystem.

Die Einen gehen zur Uni, den Anderen mangelt es an Wissen um selbst eine Ausbildung erfolgreich abschließen zu können. Lehrermangel und versäumte Stunden kommen dann letztlich in den Berufsschulen hinzu. Trotz bereits massiver Hinweise und Proteste der Berufsverbände bleibt das Handwerk ungehört.

Während Akademiker teils nicht weiterkommen können Handwerker heute gute Löhne erzielen, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Diese sind aufgeweicht und machen einzelnen Gewerken das Leben schwer und verzerren den Wettbewerb. Diese benennt Friseurunternehmer Rene Krombholz in der Pressemitteilung vom 25.08.2018 für seine Branche, zuvor hatte er als Initiator der Wertegemeinschaft „Der faire Salon“ einen offenen Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz und weitere Politiker publiziert.
> der offene Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz
> Misstände? Wir brauchen klare Gesetze und Kontrollen !

Hierbei geht es um die Aufreger im Friseurhandwerk, die Kleinstbetriebe.
Sie beziffern sich mittlerweile auf 30 % der Unternehmen und sind in den letzten Jahren rasant gewachsen. Nicht verwunderlich, die Finanzbehörden prüfen diese Betriebe nicht, weil der personelle Aufwand nicht lohnenswert erscheint.
Mit angegeben Umsätzen von unter 70 € pro Tag (17.500 € im Jahr) sind diese Kleinstbetriebe von der Umsatzsteuer befreit und können die sonst abzuführenden 19 % direkt als Gewinn einstreichen. Eine Wettbewerbsverzerrung die zu Gunsten günstiger Preise genutzt wird, und den Umsatzsteuer zahlenden Betrieben die Kunden aus den Salons locken.
Bedenklich, denn was von diesen 17.500 € Jahresumsatz bleibt, reicht nach Abzug von Miete, Waren und vielen anderen Kosten niemals zum Lebensunterhalt, geschweige denn zur Altersvorsorge.

Dabei könnten diese Unternehmer, wären sie als angestellte Mitarbeiter tätig, bereits heute ein auskömmliches Dasein erreichen.

An dieser Stelle kommt die Rentendiskussion ins Spiel.
„Während unsere Regierung versucht neue Steuermodelle zur Rentensicherung zu finden, sollte man vielleicht erst einmal die nicht zahlungswilligen ich zur Kasse bitten“. so Krombholz der für die Steuerbefreiung eine zeitliche Befristung aber auch Kontrollen der Betriebe fordert.

Im Handwerk klagen alle Unternehmer über immer neue Bürokratie, Vorschriften wie kürzlich erst die DSGVO, was wir aber wirklich brauchen sind klare Vorschriften und Gesetze, die einzuhalten sind und auch kontrolliert werden!

So fordert Krombholz die Politik aber auch Verbände auf, hier ein Umdenken anzustreben damit das Handwerk auch für die Zukunft Bestand hat.

Bisheriges Feedback:

Friseurinnung Limburg-Weilburg

Na endlich ..wir unterstützen Herrn Rene Krombholz voll und ganz. Ein Modell, das in den USA sehr gut funktioniert is "OUR WORLD" (PBA & NCA) Friseurunternehmer aus den ganzen U.S.A. kommen nach Washington um jeweils eine Sache geregelt zu bekommen ... und es funktioniert!

P.A. – Berlin

sehr guter brief und ansatz. wir drücken die daumen aus berlin und haben neben scholz, merkel, dem wirtschafts- und dem arbeitsminister allen 28 berliner abgeordneten, der vorsitzenden des finanzausschusses im bundestag, parteichefin nahles, generalsekretärin kramp-karrenbauer und dem berliner bürgermeister deinen brief postalisch auf den weg gebracht. wir denken, dass ggf. in den bundesländern es auch nicht falsch sein kann diesen dem ministerpräsidenten zukommen zu lassen.

Fred Petri, Köln

CHAPEAU RENE KROMBHOLZ
Dieser offene Brief war längst überfällig. Ich hoffe, dass sich möglichst viele Innungen und Verbände in ihren Versammlungen mit dieser Thematik auseinandersetzen und sich die Inhalte des offenen Briefes zu eigen machen und dies auch entsprechend publizieren.

Florian Dulinski

Wer als Meister und Inhaber seine Dienstleistung für 70€ am Tag anbietet, was in manchen Fällen vielleicht 1-3 Kunden entspricht (was auch unglaubwürdig erscheint) der sollte seine Schwarzgeldbude mal schnell dicht machen

Peter M. Gießen

danke für diese Ausführungen. Ich bin ja eher der stille Begleiter mit inzwischen 35 Jahren erfolgreicher Selbständigkeit, einige Jahre Fachbeiratsleiter und Innungsvorstand, Honorarausbilder bei der HK Wiesbaden an der Meisterschule.

Dass Sie diese Selbstausbeutung der Inhaber solcher Minisalons in die Öffentlichkeit bringen, finde ich wunderbar. Hinzu kommt, dass die Kunden dieser Betriebe speziell die zu niedrigen Preis einfordern. Da werden die Behandlungen als Freundschaftsleistungen erwartet, und wie „so viel soll das kosten?“ ist der Alltag. Bruttoverdienst eines Selbständigen muss mind. 2.500,- € pro Monat betragen.

Die Agenda:

20. August 2018
ein offener Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz wird öffentlich publiziert, das Friseurhandwerk zum Mitmachen aufgerufen.
Die größten die Fachzeitungen TOP HAIR International und Friseurwelt stellen den Aufruf Online.
den offenen Brief finden Sie hier

21. August 2018
mit entsprechendem Hinweis und Informationsmaterial wird eine Pressemitteilung über diesen offenen Brief an rund 200 deutsche Tageszeitungen gesendet.

25. August 2018
alle Landesinnungsverbände werden informiert und zum Mitmachen eingeladen.

26. August 2018
eine zweite Pressemitteilung zum Friseurhandwerk wird publiziert, hier werden auch Ausnahmeregelungen und sonstige Missstände benannt.
Diese Meldung finden Sie hier

27. August 2018
per Post / Print werden alle Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU, die Linke, Grüne – einschließlich Bundeskanzlerin - über das Thema und den offenen Brief informiert.

31.August 2018
aktuell sind wir dabei über 500 Bundestagsabgeordnete per Mail zum Nachdenken anzuregen und über die Situation im Handwerk zu informieren.

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