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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 08.08.2018

Mir reicht es!!!

... ich mache mich selbstständig!!!


Konflikte kann man auf verschiedene Arten lösen: Dulden und Schweigen ist dabei die meist angewandte Lösung, zugleich aber die schlechteste. Beide Kontrahenten haben hierdurch nur Nachteile, blockieren sich gegenseitig.

„Dann kündige ich eben!“  Auch eine Möglichkeit, aber das will überlegt sein!
Wer kündigt riskiert (sofern er keine triftigen Gründe vorweisen kann) eine zeitlich befristete Sperre bei der Agentur für Arbeit. Letztlich wirft ein häufiger Salonwechsel im Werdegang auch Fragen bei der künftigen Bewerbung auf.

Aber auch sonst will solch ein Entschluss überlegen sein. Selber entsinne ich mich an eine Mitarbeiterin, die bei mir nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit mit ihrer Forderung nach einer weiteren übertariflichen Lohnerhöhung abgeblitzt war.  Grund hierfür war ihre unzureichende Umsatzentwicklung aufgrund eigener persönlicher Defizite.

Sie wolle sich dann lieber im Einzelhandel bewerben. Eine Freundin sei dort tätig und dort habe sie direkt 150 € mehr im Monat. Das war ihr Argument mit welchem sie uns den Rücken kehrte.

Als ich ihr Monate später wieder begegnete, gab sie sich enttäuscht:“…  ja ich habe jetzt 150,- €uro mehr im Monat, aber das ist ja brutto!!!  Für mich auf die Hand hatte ich vorher mit Trinkgeld aber deutlich mehr! Das habe ich vorher nicht gewusst!“

Auch wenn das Trinkgeld kein Lohnbestandteil ist, man hat es zur Verfügung und kann es  ausgeben. Für 100 €uro Trinkgeld im Monat, müssen in anderen Berufen immerhin schon um die 200,- €uro brutto mehr auf der Lohnsteuerkarte stehen um hier das Gleiche zur Verfügung zu haben.

Ähnliche Irrungen gibt es zum Thema Umsatz:
„Jeden Monat habe ich 6000,-  €uro Umsatz!“  schimpfte  ein Kollege:  „davon bekomme ich 2.000 €uro brutto, von den restlichen 4.000 €uro zahlt der Chef dann noch ein bisschen Steuern, Miete und Material und steckt sich jeden Monat mindestens 3.000,- €uro  in die Tasche. Für‘s nichts tun, das kann ich auch!“

Besagter Kollege machte sich mit diesem Gedanken selbstständig, - und war neun Monate später pleite. Betriebswirtschaft ist keine Stärke bei Friseuren!  Allen Existenzgründern kann man deshalb nur wärmstens eine gründliche Beratung vorher anraten.

Fakt ist: es gibt heute genügend Friseurunternehmer/innen,  die mit hoffnungsvollen  Gedanken in die Selbstständigkeit gestartet sind, heute die doppelte Arbeitszeit erbringen müssen um netto das gleiche Gehalt wie früher (als Mitarbeiter/in) vorweisen zu können.
Das ist alles andere als lohnenswert - deshalb vorher nachdenken.

 

 

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