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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 02.08.2017

Erschreckende Realität

Auffallend ist der überwiegende Anteil von 72 % der Unternehmen, die einen Jahresumsatz


von unter 100.000 €uro verzeichnen. Das betrifft 62.560 Betriebe, rechnerisch sind das im besten Fall ein Jahresumsatz von 100.000 € - bei einer durchschnittlichen  Gewinnspanne von 20% vor Steuern bedeutet das ein Brutto Jahreseinkommen von 20.000 € für den Unternehmer. 

Das Mitarbeiter/innen im Friseurhandwerk keine Großverdiener sind, ist hinlänglich bekannt. Wie aber sieht es bei den selbstständigen Unternehmern aus?

„ Kaum Kosten, Miete, das Personal verdient bekannterweise auch nicht viel, etwas Energiekosten, in den Drogeriemärkten wird ersichtlich was die Produkte kosten wobei der Friseur wohl noch weniger dafür bezahlt….. aber hohe Preise… wie eben auch bei den Produkten. Riesige Gewinnspannen, hier machen sich Unternehmer immer noch die Taschen voll!“  Genau so! denken Verbraucher, für die es zwischen Selbstständigkeit und Reichtum ohnehin keinen Unterschied gibt.

Die Realität sieht erschreckend anders aus:
18,1% der Unternehmen erwirtschaften 61 % des Gesamtumsatzes des Friseurhandwerks.

78,2 % der Unternehmen verzeichnen weniger als 20.000,- € Gewinn pro Jahr. 

Das bedeutet: 78,2 % der Betriebsinhaber verdienen weniger als brutto 1.700,- € pro Monat. Wenn man den offiziell angebenen Zahlen Glauben schenken darf.

 

 

 

 

 

 

Die Zahl der Kleinstunternehmen in der Friseurbranche ist gewaltig.
Mit einem Jahresumsatz unter 17.500,- € sind diese von der Umsatzsteuer (19%) befreit. Hierbei handelt es sich zum größten Teil um in den letzten Jahren, durch Mithilfe der Agentur für Arbeit, neugegründete Existenzen. Durchschnittlich 3.000,- € Gewinn pro Jahr bedeuten ein Monatseinkommen von 250,- €uro brutto, welches aber oft  von der Agentur bzw. Sozialamt aufgestockt wird.

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