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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 18.10.2017

Umdenken VerDi !

VerDi sollte sich erst einmal um Missstände im Niedrigpreissektor kümmern...


Besuch für unsere Auszubildenden im Friseurhandwerk.

Derzeit sind Mannschaften der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi unterwegs um Berufsschulen zu besuchen und Auszubildende/Schüler als Mitglieder zu werben.
Natürlich gibt es einen Köder für die potentiellen Mitglieder: es wird ein künftig deutlich höherer Lohn für die Beschäftigten versprochen.
Aktuell tauchen in den Medien viele Berichte über unzumutbare Ausbildungsvergütungen im Friseurhandwerk auf.
Auch hier dürfte (meiner Meinung nach) VerDi beteiligt gewesen sein.

Gewerkschaften sind mit dem Ziel gegründet worden, um Missständen im Arbeitsleben entgegenzutreten und Rechte der Arbeitnehmer einzufordern.
Die Schwächeren stehen dabei im Vordergrund. Das findet meine Befürwortung.

Nun ist es aber so, das VerDi beispielsweise auch Erzieher/innen zuständig ist.
In diesem Beruf gibt es paradoxerweise überhaupt keinerlei Lohnentgelt für Auszubildende.
Es gibt Lehrberufe in welchen für Ausbildung gezahlt werden muss… hat VerDi hier etwas übersehen?

Jedem dürfte auch klar sein: eine Ausbildungsvergütung steht auf der Kostenseite eines Betriebes und muss erst einmal erwirtschaftet werden.
Persönlich plädiere selber auch für höhere Löhne, aber nicht nur für Auszubildende und Mitarbeiter, sondern auch für Unternehmer/innen in diesem (und anderen) Handwerksberufen.
Viele Selbstständige arbeiten heute für einen Lohn, der zum Teil deutlich unter dem Mindestlohn liegt.
Ein Stundenlohn von 8.84 €, - davon können viele Chefs im Friseurhandwerk nur träumen.

Es ist noch gar nicht lange her, da stand das Friseurhandwerk wegen erschreckenden Vorkommnissen in der Hitliste der Medien.
Dumpinglöhne, unterschlagener Urlaub, miese Arbeitsbedingungen, es waren die Billigdiscounter die hier unrühmlich im Blickpunkt standen.
Mein persönlicher Versuch den Betroffenen und Hilfesuchenden eine Anlaufadresse zur Verfügung zu stellen, wurde von VerDi zerschlagen.

Eine für VerDi kostenlose Werbefläche in meinen Portalen hatte ich der Gewerkschaft angeboten um hilfesuchenden Friseuren/innen einen Kontakt dorthin zu ermöglichen.
VerDis Antwort war ein Faustschlag in das Gesicht aller Ausgenutzten: „bringen Sie uns erst mal Mitglieder dann sind wir auch bereit etwas zu tun!“
Hier geht es rein um finanzielle Interessen in Form von Mitgliederbeiträgen und nicht darum die Rechte der Arbeitnehmer zu schützen oder einzufordern.

Auch nach den Berichten und Enthüllungen in STERN TV, Stern Magazin, N.TV, Welt, BILD und weitere haben sich die Verbraucher zu einem großen Teil entschieden diesen – nur selten fair agierenden Marktteilnehmern – weiterhin das Vertrauen zu schenken.
Wer heute im Friseurhandwerk ehrlich und fair arbeitet, hat ganz klar das Nachsehen und ein Einkommen, welches mit anderen Selbstständigkeiten nicht vergleichbar ist.

Wie ein Tsunami haben Lohndumping, staatlich subventionierte Preise, Verdoppelung der Betriebsstätten, Ausnahmegenehmigungen, geduldete Unfairness und Unehrlichkeit eine Landschaft der Verwüstung in der Friseurbranche hinterlassen.   Wenn sich VerDi erst einmal um diese Missstände im Niedrigpreissektor kümmern würde, wäre das ein großer Schritt. Darunter leiden Mitarbeiter ebenso wie Mitbewerber.

Wer im Friseurhandwerk ehrlich und fair kalkulieren und arbeiten will braucht Stundensätze von Minimum 50,- €uro, alles andere geht in Zeiten des Mindestlohnes nicht mehr.
Der Haarschnitt für 5,- Euro  oder 10,- €uro hat ebenso wie eine Dauerwelle für 11,- €uro oder 13,- €uro nichts mit ehrbaren Handwerk zu tun sondern nährt den Verdacht auf Lohndumping und Steuerhinterziehung.  Hier in diesem Acker der Verwüstung heißt es erstmal zu pflügen, Unkraut in Form von Unehrlichkeit und Unfairness zu entfernen um überhaupt erstmal neu säen zu können.

Hier darf sich meinetwegen VerDi gerne beweisen und zeigen das es der Gewerkschaft darum geht ausgebeuteten  Arbeitnehmern zu ihrem Recht und zustehenden Lohn zu verhelfen.

Diese Branche leidet unter vorgenannten Unbilligkeiten, sind diese beseitigt und das Handwerk wieder lohnenswert, werden die Friseurunternehmer wohl die Ersten sein, die sich für Ihren (dringend erforderlichen) Nachwuchs einsetzen.

Auch mit höheren Löhnen. Vielfach werden diese übrigens schon gezahlt, das geht aber nur in Verbindung mit Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter, Kunden die gewillt sind dieses zu honorieren und einer ehrlichen und sorgfältig recherchierten Medienberichterstattung über dieses Handwerk.

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