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Das Dilemma wird größer - friseur-news.de

Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873 Letzte Aktualisierung: 09.07.2026

Das Dilemma wird größer

Gefahr: die für 2027 angedachte Erhöhung der Umsatzsteuer auf 22 %


Die von der Bundesregierung ins Gespräch gebrachte Erhöhung der Umsatzsteuer auf 22 % verschärft die wirtschaftliche Schieflage im Friseurhandwerk. Das folgende Beispiel zeigt die Kostenbasis einer typischen DienstleistungSchnitt, Frisur, Farbe – reduziert auf drei zentrale Kostenstellen zur besseren Vergleichbarkeit.

Beispielrechnung – nur Lohn, Material und Gemeinkosten

Bei den Lohnkosten haben wir 1,5 Std Arbeitszeit angerechnet - Fachkraft 18,- Stundenlohn 
Material: aus Kostengründen arbeiten diese Salons in der Regel nicht mit den bekannten hochpreisigen Marken

Preisunterschied bei gleicher Leistung:

55,51 € – 29,70 € = 25,81 €

Das ist eine Differenz von über 45 % – allein durch Steuer- und Kostenstruktur. Und das bei identischer Dienstleistung.

Wichtiger Hinweis zur Vergleichbarkeit

Dieses Beispiel berücksichtigt nur drei Kostenstellen (Lohn, Material, Gemeinkosten). Selbstverständlich fallen weitere betriebliche Aufwendungen an:

  • Lohnnebenkosten, Sozialabgaben, Ausfallzeiten
  • Miete, Energie, Versicherungen
  • Weiterbildung, Marketing, Verwaltung
  • Rücklagen und Gewinn zur Existenzsicherung

Ein professioneller, steuerzahlender Salon muss daher für diese Leistung einen Endpreis von rund 150 € kalkulieren, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Ein steuerbefreiter Kleinstbetrieb kann dieselbe Leistung für unter 60 € anbieten – und bleibt dennoch kostendeckend.

Diese Modellrechnung zeigt klar und unmissverständlich:

  • Mit 22 % USt wird der Abstand zwischen professionellen und steuerbefreiten Salons noch größer.
  • Die Kleinunternehmerregelung wirkt im Friseurhandwerk nicht als Förderung, sondern als Marktverzerrung.
  • Die Branche driftet auseinander: professionelle Qualitätsbetriebe vs. In der Entwicklung stagnierende  Minimalbetriebe.

Genau deshalb ist die Forderung nach „Der faire Salon – gleiche steuerliche Regeln für alle“ so wichtig.

Kernaussage für die Petition „Der faire Salon“

  • Die Kleinunternehmerregelung ist sinnvoll, aber im Friseurhandwerk aus dem Ruder gelaufen.
  • Mit 22 % Umsatzsteuer wird die Wettbewerbsverzerrung noch größer.
  • Gleiche steuerliche Regeln für alle Friseure sind notwendig.
  • Alternativ: ermäßigter Steuersatz für das dienstleistungsintensive Handwerk oder zeitliche Befristung der Steuerbefreiung.
  • Gewinnabsicht muss erkennbar sein, wie es das Finanzamt fordert.
  • Nur so bleibt das Friseurhandwerk leistungsfähig, ausbildungsstark und zukunftsfähig.

 

Jetzt braucht es klare Regeln und faire Bedingungen für alle Friseure!
Unterstütze die Petition „Der faire Salon – gleiche Steuern für alle“  und setze ein Zeichen für ein starkes, zukunftsfähiges Handwerk
https://www.openpetition.de/petition/online/faire-wettbewerbsbedingungen-im-friseurhandwerk-reform-der-kleinunternehmerregelung

 

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