Die von der Bundesregierung ins Gespräch gebrachte Erhöhung der Umsatzsteuer auf 22 % verschärft die wirtschaftliche Schieflage im Friseurhandwerk. Das folgende Beispiel zeigt die Kostenbasis einer typischen Dienstleistung – Schnitt, Frisur, Farbe – reduziert auf drei zentrale Kostenstellen zur besseren Vergleichbarkeit.
Beispielrechnung – nur Lohn, Material und Gemeinkosten
Bei den Lohnkosten haben wir 1,5 Std Arbeitszeit angerechnet - Fachkraft 18,- Stundenlohn
Material: aus Kostengründen arbeiten diese Salons in der Regel nicht mit den bekannten hochpreisigen Marken

Preisunterschied bei gleicher Leistung:
55,51 € – 29,70 € = 25,81 €
Das ist eine Differenz von über 45 % – allein durch Steuer- und Kostenstruktur. Und das bei identischer Dienstleistung.
Wichtiger Hinweis zur Vergleichbarkeit
Dieses Beispiel berücksichtigt nur drei Kostenstellen (Lohn, Material, Gemeinkosten). Selbstverständlich fallen weitere betriebliche Aufwendungen an:
- Lohnnebenkosten, Sozialabgaben, Ausfallzeiten
- Miete, Energie, Versicherungen
- Weiterbildung, Marketing, Verwaltung
- Rücklagen und Gewinn zur Existenzsicherung
Ein professioneller, steuerzahlender Salon muss daher für diese Leistung einen Endpreis von rund 150 € kalkulieren, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Ein steuerbefreiter Kleinstbetrieb kann dieselbe Leistung für unter 60 € anbieten – und bleibt dennoch kostendeckend.
Diese Modellrechnung zeigt klar und unmissverständlich:
- Mit 22 % USt wird der Abstand zwischen professionellen und steuerbefreiten Salons noch größer.
- Die Kleinunternehmerregelung wirkt im Friseurhandwerk nicht als Förderung, sondern als Marktverzerrung.
- Die Branche driftet auseinander: professionelle Qualitätsbetriebe vs. In der Entwicklung stagnierende Minimalbetriebe.
Genau deshalb ist die Forderung nach „Der faire Salon – gleiche steuerliche Regeln für alle“ so wichtig.
Kernaussage für die Petition „Der faire Salon“
- Die Kleinunternehmerregelung ist sinnvoll, aber im Friseurhandwerk aus dem Ruder gelaufen.
- Mit 22 % Umsatzsteuer wird die Wettbewerbsverzerrung noch größer.
- Gleiche steuerliche Regeln für alle Friseure sind notwendig.
- Alternativ: ermäßigter Steuersatz für das dienstleistungsintensive Handwerk oder zeitliche Befristung der Steuerbefreiung.
- Gewinnabsicht muss erkennbar sein, wie es das Finanzamt fordert.
- Nur so bleibt das Friseurhandwerk leistungsfähig, ausbildungsstark und zukunftsfähig.
Jetzt braucht es klare Regeln und faire Bedingungen für alle Friseure!
Unterstütze die Petition „Der faire Salon – gleiche Steuern für alle“ und setze ein Zeichen für ein starkes, zukunftsfähiges Handwerk
https://www.openpetition.de/petition/online/faire-wettbewerbsbedingungen-im-friseurhandwerk-reform-der-kleinunternehmerregelung