Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873 Letzte Aktualisierung: 28.11.2022

ABWÄRTS !

Im Jahr 2000 gab es 42.450 Bewerberinnen. 2020 sind es 6.300


Die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmer im Friseurhandwerk ist gravierend gesunken. Viele der Bewerber haben keine Lehrstelle mehr gefunden. 11.150 Bewerbern um einen Ausbildungsplatz standen lediglich knapp 7.700 Ausbildungsstellen zur Verfügung. 

Das meldet die Bundesagentur für Arbeit Ende Oktober. Stichtag der Zählung war der 30.September 2020.

Als Ursache werden die Angst vor Salonschließung in Verbindung mit der fehlenden Möglichkeit der Kurzarbeit für Auszubildende, aber auch die gestiegene Ausbildungsvergütung genannt. Auch die Unsicherheit im Hinblick auf das weitere Kundenverhalten mag eine Rolle spielen. 

In Anbetracht der angespannten Personalsituation erscheint mir dies eine bedenkliche Entwicklung. Die Jungen Menschen, die wir heute nicht ausbilden, werden uns Morgen im Markt fehlen!

Umgekehrt bei einigen Discountern, zB KLIER: dieses Unternehmen beschäftigt derzeit 1.900 Auszubildende, war im Sommer 2019 mit der Beauty Summer School im Ausbildungsbereich sehr aktiv und ist personalmäßig gut gerüstet. Wenn dieses Unternehmen irgendwann den selbst gewählten Schutzschirm verlässt, wird es spannend. Wenn hier alles richtig gemacht wird, könnte es sein, dass sich der Markt deutlich zu Gunsten der großen Ketten und Discounter verlagert. 

Die schönenden Worte des ZV in Ehren, aber hier denke ich anders. Persönlich sehe ich eine gefährliche Zuspitzung im Bereich der Mitarbeitersuche, viele Betriebe werden hier scheitern. Im Gegenzug zu großen Discount und Filialunternehmen, die früh neue Wege bei der Suche und Ausbildung neuer Mitarbeiter gegangen sind. Wird der inhabergeführte Salon kurz über lang zum Auslaufmodell für das Friseurhandwerk? 

Der ZV schreibt: „Dennoch ist der Friseurberuf, trotz der insgesamt gesunkenen Nachfrage, nach wie vor sehr beliebt. Dies gilt vor allem für junge Frauen und Geflüchtete. So liegt der Friseurberuf mit 6.300 Bewerberinnen auf Platz 7 der meist nachgefragten Ausbildungsberufe bei jungen Frauen. Bei geflüchteten jungen Menschen wird der Friseurberuf nach dem KFZ-Handwerk am zweithäufigsten nachgefragt.“

Ja, es ist toll, wenn junge Menschen aus anderen Ländern im Friseurhandwerk eine Heimat finden. Allerdings bitte ich nicht zu vergessen: es handelt sich um einen beratenden Beruf mit entsprechenden Erfordernissen. Darum ist es wichtig auch auf die Einhaltung der Ausbildungsqualität und deren Ergebnis zu achten. 

Noch eine Anmerkung: wenn der Friseurberuf 2020 mit 6.300 Bewerberinnen auf Platz 7 der meist nachgefragten Ausbildungsberufe bei jungen Frauen liegt ist das (leider) kein gutes Ergebnis, im Jahr 2000 hatten wir noch 42.450 Bewerberinnen. 

 

Rene Krombholz

Quelle  ZV 

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