Es war eine Portion Pommes Frites, die mich kürzlich zum Nachdenken brachte. Unterwegs auf einem Volksfest verspürte ich Appetit, schlenderte zu einem der Imbiss stände und bestellte mir eine Portion Pommes mit Ketchup und Mayonnaise.
Letztlich ließ mich der Preis stutzig werden, 5,50 €, das fand ich doch schon recht ordentlich.
Während ich den Imbiss genoss, entzündete sich in meinem Kopf ein richtiges Gedankenwirrwarr.
Schon recht hefig für ein paar Kartoffelscheibchen, dachte ich.
Die Kosten für die Zutaten dürften doch deutlich unter einem Euro liegen. Gedanklich konnte ich keine vergleichbaren Angebote oder Preise in Erinnerung bringen – aber über 5 €uro?
Das waren doch nur Pommes, so wie in jeder anderen Imbissstube auch…
‚So denken Kunden auch über unsere Friseurpreise!‘ schoss es mir durch den Kopf.
Wenn Dinge vergleichbar und aus Sicht der Verbraucher kaum Unterschiede erkennbar sind, dann wird über den Preis nachgedacht.
Das weiß ich und fühle dies bestätigt.
„Einfach nur ein Haarschnitt, alle Friseure haben das irgendwann gelernt!
Warum soll es da große Unterschiede geben. Warum soll ich hier mehr bezahlen? Weil die Einrichtung neuer oder die Friseurin nett ist? Ist es mir das wert?
Ach ja, der Kaffee – aber dafür geh ich nicht zum Friseur, abgesehen das der dann bei Tchibo doch deutlich weniger kostet..“
So denken Kunden.
‚Nun ja - es ist alles teurer geworden‘, denke ich.
‚Die Energiekosten, die sind bei solch einem Imbiss ja auch nicht ohne – Mitarbeiter sind inzwischen Rarität und die Löhne sind auch gestiegen… man muss das eigentlich viel mehr kommunizieren, um Akzeptanz beim Verbraucher zu finden.
Auch bei uns im Friseurhandwerk, die Kunden ahnen nicht was an Kosten in solch einem Salon anfällt und denken, dass wir uns die Tasche voll machen! Und manche Mitarbeiter schließlich auch“
Eine Woche hat sieben Tage. Mitarbeiter und Inhaber dieses Imbissbetriebes müssen von ihrer Einnahme leben, sind aber nur am Wochenende - sprich drei Tage - auf dem Volksfest präsent. In dieser Zeit muss der notwendige Umsatz erwirtschaftet werden.
Die unproduktive Geschäftszeit spielt bei der Kalkulation eine große Rolle.
‚Ähnlich wie in vielen heutigen Friseurbetrieben, die zum Teil mit einer Auslastung von unter 70 % wirtschaftlich schwierig sind…‘ antwortet mein Kopf.
‚Auch so etwas gehört kommuniziert‘, denke ich und bemängele die Tatsache, dass unsere Verbraucher über Wirtschaft, Preise und dergleichen null informiert sind.
Die Ansprüche sind gestiegen aber die Preise sollen runter! – das funktioniert nicht.
Es wird Zeit, dass sich hier etwas ändert. Aber wer fängt an?
Wir, in der Wertegemeinschaft „Der faire Salon“ sind schon lange dabei.
Wir bringen solche Informationen an den Mann, an die Frau.
Wir reden darüber, auch unsere Mitarbeiter und das Kundendenken wandelt sich.
Die meisten unserer Mitgliedsbetriebe in ganz Deutschland tragen das Gütesiegel unserer Gemeinschaft. Ein Zeichen von fachlicher wie auch emotionaler Qualität – das bedeutet Nachhaltigkeit pur und Mehrwert für Kunden wie auch Mitarbeiter.
Wenn Nutzen und Mehrwert erkennbar sind, wenn ein Gütesiegel dieses als Alleinstellungsmerkmal signalisiert, dann entfallen Vergleichbarkeit und Preisdiskussion.
Da ist auch bei den Pommes so – es gibt welche mit besonderen Beilagen, sogar mit Trüffel.
Selbstverständlich zu einem völlig anderen Preis, deutlich teurer und niemand diskutiert.
Also werden Sie mit Ihrem Salon anders als Andere, werden Sie mit Mehrwert Unvergleichbar….. dann wird vieles leichter.
Vielleicht sogar mit einer Mitgliedschaft in unserer Wertegemeinschaft.
Informationen für Friseure https://friseur-news.de/der-faire-salon
Portal und Friseursuchmaschine für Kunden https://der-faire-salon.de/