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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 13.12.2018

Sparen?!

 Eine Besonderheit der Friseurbranche ist die niedrige Marge


(Gewinnspanne) und die besondere Kostensituation. Während andere Branchen zwischen 200% und 400% kalkulieren und dann großartig Rabatte geben können, sieht das im Friseurhandwerk ganz anders aus, hier sind die Margen sehr niedrig.

 

Hinzu kommt, dass die Personalkosten den wesentlichen Bestandteil der Gesamtkosten ausmachen und hier eigentlich nicht mehr gespart werden kann. Es sei denn auf Kosten der Mitarbeiter.

Diese fühlen sich erfahrungsgemäß aber sehr schnell unter Druck gesetzt wenn es wie im vorherigen Beitrag um Qualitätssteigerung, intensivere Beratung, Zeitmanagement und damit andere Ergebnisse / Umsätze geht. Verblüffend: von Nord bis Süd gibt es, wenn es um die Forderung nach höheren Umsätzen geht, immer die gleichen Antworten aus den Reihen der Mitarbeiter.

  1. Unsere Kunden wollen das nicht
  2. Unsere Kunden haben kein Geld
  3. Geht nicht, wir müssen sparen


Sparen heißt in diesem Fall: der Chef/in soll sparen und es gibt in Einzelfällen sogar eklatante Forderungen um die geforderte Mitarbeiterleistung abzuwehren. „Solange der Chef noch Urlaub machen kann muss ja genug Geld da sein“ - „Die Chefin ist ja nicht ausgelastet, soll sie doch Abends arbeiten gehen..!“ Die Ursache für solches Verhalten liegt auch in der Unwissenheit der im Salon tätigen und auch hier ist Aufklärung wichtig.

Möglichkeiten zur Kostenersparnis um mehr Gewinn zu erwirtschaften gibt es in der Friseurbranche nur wenige. Das Friseurhandwerk hat wenig variable Kosten, wo also den Rotstift ansetzen?

Kosten für Miete, Energie und Personal stehen ebenso fest wie Kosten für Versicherungen und Gebühren. Hier ergeben sich keinerlei Sparmöglichkeiten.

Ein wenig sparen kann man am Service und der Weiterbildung. Eine Entscheidung die sich schnell wieder rächen wird !
Das sind Dinge die zur Zufriedenheit der Kunden und zur Qualitätssicherung aber auch der Motivation der Mitarbeiter beitragen.

Telefon, Materialkosten, Werbung, hier lässt sich der Kostenblock ein wenig reduzieren.

Eine Einsparung von rund 500,- €uro mag in Einzelfällen möglich sein, das geht allerdings fast ausschließlich auf Kosten der vitalen Energien eines Salons.

Darüber müssen sie mit Ihren Mitarbeitern reden! Letztlich gilt es im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, nicht in Sachen „Preis“ sondern die Kundenzufriedenheit muss oberste Priorität haben. Service, Weiterbildung, Image, Werbung tragen erheblich zum Erfolg eines Unternehmens bei.

Umgekehrt ist die Forderung nach (berechtigten) Mehrumsätzen sinnvoll. Anpacken heißt es, jedes Unternehmen im Friseurmarkt befindet sich in einem harten Wettbewerb. Reden Sie mit Mitarbeitern die der Meinung sind, man könne einen Wettbewerb im Spaziergang gewinnen. Das funktioniert nicht mehr.
Im Gegenteil, Sie sitzen mit Ihren Mitarbeitern in einem Boot! Wenn nicht alle mitrudern oder einen anderen Takt einschlagen wird es schwierig.

Ihre Salonmannschaft besteht aus einem Team von 4 Personen? Dann überlegen sie mal!
Wie viele (auch kleinere) Dienstleistungen gibt es? Angefangen beim Wimpernfärben über die Haarpflege oder Kopfmassage, helle Spitzen oder Antigrau im Herrensalon. Ein zusätzlicher MEHRumsatz von rund 6,- €uro pro Mitarbeiter und Tag bringt Ihnen rund 500,- €uro monatlich mehr in die Kasse und macht das zuvor geforderte Sparen überflüssig, und die vitale Energie Ihres Salons bleibt erhalten!


FAKTEN
Die Sparzwänge in den bundesdeutschen Salons sind teils schon dubios. Manchmal auch strafbar, wenn es um Lohndumping oder falsch angemeldeten Umsätzen oder Mitarbeitern geht. Handtücher die nicht gewaschen werden dürfen (erst wenn sie müffeln) sind ebenso ein Verstoß gegen die Hygieneverordnung wie mehrfach widerverwendete Spitzenpapiere.
Das stundenlange umfüllen von kostenlosen Produktproben in Kabinettflaschen um dann jede Portion abrechen zu können ist ebenso bekannt wie No-Name Waren in sichtbar positionierte Kabinettflaschen mit hochwertigen Markennamen umzufüllen.

EU Kodex für das Friseurhandwerk in Europa
Genauso wichtig ist, dass alle im Friseurgewerbe tätigen Personen, insbesondere die Arbeitnehmer, über die grundlegenden geschäftlichen Daten der Salons, in denen sie arbeiten, informiert werden. Diese Daten sollten von den beteiligten Parteien selbst besprochen werden -

bestmögliche Löhne und Leistungen bieten, damit die besten Auszubildenden eingestellt und den Kunden anspruchsvolle Dienstleistungen auf dauerhafter Basis geboten werden können;

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