Friseur-News Logo
Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 19.04.2018

Vorschriften bei der offenen Ladenkasse

PC als Salonmanagement oder elektronische Ladenkasse: viele Friseure tun sich schwer mit der Anschaffung eines EDV gestützten Kassensystems. Das mag (hier nicht zu diskutierende) Gründe haben. Eine offene Kasse (Geld in der Schublade) ist nach wie vor erlaubt, Fakt aber ist, das es auch für das Führen der offenen Ladenkasse gesetzliche Bestimmungen gibt.


PC als Salonmanagement oder elektronische Ladenkasse: viele Friseure tun sich schwer mit der Anschaffung eines EDV gestützten Kassensystems. Das mag (hier nicht zu diskutierende) Gründe haben. Eine offene Kasse (Geld in der Schublade) ist nach wie vor erlaubt, Fakt aber ist, das es auch für das Führen der offenen Ladenkasse gesetzliche Bestimmungen gibt.

Aussagen über eine elektronische oder PC gestützte KassenPFLICHT sind unseriös, gesetzlich ist das in der BRD (zur Zeit) noch nicht Vorschrift. (1) Allerdings ist die Einführung solcher Systeme empfehlenswert, denn bei der offenen Kasse lauern einfach zu viele Gefahren, weil die Vorschriften hierzu weitgehend unbekannt sind.

Werden diese nicht eingehalten, wird der Umsatz bei einer Prüfung fast ausnahmslos geschätzt, was meistens zu existenzbedrohenden Situationen oder einem schnellen Aus für den Betrieb führt. Die offene Ladenkasse wird von den Betriebsprüfern gerne auseinandergenommen und verworfen, d. h. hier ist Ihr Risiko der Steuernachzahlung am größten.

Bei der offenen Ladenkasse gelten gesetzliche Vorschriften:

  • Der Tageskassenbericht ist für jeden Tag handschriftlich auszufüllen
  • Dieser Tageskassenbericht wird nur anerkannt, wenn mit dem KassenENDbestand zu Geschäftsschluss in der obersten Zeile begonnen wird.
    ACHTUNG
    Kassen Anfangsbestand + Einnahme = Kassenendbestand (diese Rechnung ist falsch!)
    Richtig muss es folgendermaßen sein:
    Kassen ENDbestand – Kassen Anfangsbestand = Einnahme
  • Der Kassen-Soll und Kassen-Ist-Bestand muss täglich abgeglichen werden (Kassensturzfähigkeit).
  • Überschreibungen, nachträgliche Änderungen, Rechenfehler und Streichungen im Kassenbuch rechtfertigen die Verwerfung der Kassenführung durch die Finanzverwaltung.
  • Alle Beträge müssen centgenau dokumentiert und eingetragen sein. Zur Ergänzung ist ein Kassenzähl Protokoll anzufertigen und chronologisch zu dokumentieren. (Aufbewahrungspflicht 10 Jahre!)
  • Die Ein- und Ausgaben müssen in der richtigen Reihenfolge des Datums protokolliert werden.
  • Einzahlungen auf das Bankkontosind an dem Tag des Bargeldflusses in die Kasse ein- oder auszutragen, auch wenn die Wertstellung der Bank erst später erfolgt
  • Kassenfehlbestände müssen zwingend ausgewiesen werden,

(1) Achtung:
Im Nachbarland gibt es eine andere Gesetzeslage:
Dort sind Unternehmen mit überwiegend barzahlenden Kunden und mehr als 15.000 Euro Umsatz im Jahr, zur elektronischen Kassenführung verpflichtet.
Unternehmen, die unter den 15.000 liegen oder welche, die kaum Barzahler als Kunden haben, brauchen keine.

Bitten anmelden, um ein Kommentar zu verfassen

Das könnte Sie auch interessieren

Verantwortlich sind SIE!

Verantwortlich sind SIE!

...und nicht Ihr Steuerberater.
Kassenführung elektronisch

Kassenführung elektronisch

Sie arbeiten, kassieren, zeichnen Ihre Einnahmen und Ausgaben auf und geben diese an den Steuerberater. Das aber reicht nicht um Strafgeldern oder gar die Verwerfung Ihrer Buchführung zu vermeiden!
Das sollten Sie wissen! GDPdU Neuerungen

Das sollten Sie wissen! GDPdU Neuerungen

Immer mehr Unternehmer haben Probleme mit dem Finanzamt, weil die Kassenbuchführung in den meisten Betrieben nicht ernst genug genommen wird. Vielfach ist Unwissenheit die Ursache, die aber nicht (vor der dann folgenden und meist sehr teuren) Strafe schützt.
Vorsicht Falle:  Kassenpflicht gibt es auch weiterhin (noch) nicht

Vorsicht Falle: Kassenpflicht gibt es auch weiterhin (noch) nicht

Nein! Die so genannte Kassenpflicht gibt es auch weiterhin (noch) nicht. Gewerbetreibende können nach wie vor ihre Einnahmen in einer Kassenschublade oder dergleichen aufbewahren und die Umsätze „händisch“ erfassen.
Die Kassennachschau ab 1.1.2018

Die Kassennachschau ab 1.1.2018

Aus Sicht der Deutschen Finanzverwaltung sind fast 800.000 Unternehmen in mehreren Branchen Hoch-Risiko Betriebe. Vorwiegend solche, wo der überwiegende Anteil der Umsätze per Bargeld kassiert wird. Diesen werden sich die Finanzbehörden in den nächsten Jahren vermehrt zuwenden.
Die Verfahrensdokumentation

Die Verfahrensdokumentation

Mit Ausschlaggebend, ob eine Betriebsprüfung oder Kassennachschau für Sie als Unternehmer zufriedenstellend verläuft oder nicht, hängt es auch von der sogenannten Verfahrensdokumentation ab. Hierfür sind Sie als Unternehmer alleine verpflichtet und verantwortlich.
Kalender & Terminbücher: Aufbewahrungspflichtig?!

Kalender & Terminbücher: Aufbewahrungspflichtig?!

selbst bei Steuerberatern sind die Fragen strittig, ob Terminbücher aufbewahrungspflichtig sind oder ein Zählprotokoll zu führen ist. So haben wir dort angefragt, wo man es ganz sicher wissen muss: beim Bundes Finanzministerium.
Einzelaufzeichnungspflicht

Einzelaufzeichnungspflicht

Die Gefahr bei der "offenen Ladenkasse"
Hauptmenü

Mit friseur-news Account anmelden

E-Mail oder Passwort falsch.

Noch keinen Account? Jetzt Account anlegen

Mit sozialen Netzwerk anmelden

Wir posten keine Beiträge auf Ihre Pinnwand!

Registrieren Sie sich auf Friseur-News

Ihre Position

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht

Min. 6 Zeichen