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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 23.11.2017

Ausbildung Friseurhandwerk

erwartungsgemäß bundesweit rückläufig


Die Zahl der Auszubildenden im Friseurhandwerk ist mit einem Minus von 3,3 Prozent im letzten Jahr erwartungsgemäß bundesweit rückläufig. Mit insgesamt 22.769 Auszubildenden zählt die Friseurbranche aber noch immer zu den ausbildungsstarken Berufen in Deutsch-land. Damit bleibt die Ausbildungsquote – der Anteil der Auszubildenden gemessen an der Zahl der Beschäftigten – auch 2015 überdurchschnittlich hoch. Mit über 11 Prozent lag sie erneut deutlich höher als im Handwerk insgesamt (rund 7,3 %).

Festzuhalten bleibt also: Der Friseurberuf versprüht für eine enorme Anzahl an Berufsein-steigern ungebrochen eine hohe Attraktivität. Vor allem junge Frauen sehen in dem kreativen Modeumfeld und der Vielzahl an interessanten Entwicklungsmöglichkeiten die Aussicht auf eine berufliche Verwirklichung. So sind knapp 90 Prozent aller angehenden Friseure weib-lich. Außerdem bildet die Friseurbranche seit Jahren eine überdurchschnittliche Anzahl an Menschen mit Migrationshintergrund aus. Mode kennt keine Grenzen, deshalb wird das Fri-seurhandwerk hinsichtlich der aktiven Mitarbeit bei der Flüchtlingsintegration auch künftig Menschen mit Migrationshintergrund einen beruflichen Einstieg bieten können.

Um in der Zukunft wieder mehr Nachwuchs für die Friseurbranche zu begeistern, will der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks die progressive Sozial- und Tarifpolitik fortsetzen. Im Fokus steht weiter die stetige Modernisierung des Berufsbildes mit neuen Kar-rierechancen. Die anvisierte Einführung einer Sozialkasse zur Förderung der Ausbildung, soll zudem das Ausbilden für Friseurbetriebe wieder attraktiver gestalten. Über eine Umlagenfinanzierung werden auf diese Weise all jene Salons unterstützt, die jungen Men-schen eine Friseurausbildung ermöglichen.

 

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