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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 02.08.2017

Geschichte der Dauerwelle

Schon seit Jahrhunderten gestaltet man durch Hitze schöne Locken und


Volumen. In der Antike benutze man einen Lockenstab (Kalamistro) dafür. Dabei wurde das Haar auf ein Röhrchen gedreht, in welches ein heißes Stäbchen eingeführt wurde. Durch die spiralförmige Wicklung erreichte die Hitze das ganze Haar und lockte es.

Im Jahre 1906 erfand der deutsche Friseur Karl Nessler (1872-1951) das System der Dauerwelle. Zu Beginn der Methode wurden die Haare vertikal aufgedreht – dazu nutze man Spiralwicklern. Im Jahre 1924 erfand Josey Mayer (1881-1952) die Flachwicklung.

Erst im Jahre 1932 wurde von Clark und Speakman die erste chemisch erzeugte Dauerwelle erfunden: Mit Sulfit wurden die Disulfidgruppen des Haares entzwei gespalten, dadurch ist es in der Form zu ändern. Die Form wurde dem Haar durch eine Wärmebehandlung gegeben.

Im Jahre 1940 wurde dann die Thioglykolsäure zur Reduktion der Disulfidbindung des Haarkeratin erschließt. Nun, seit dem Jahre 1947 ist vorzugsweise die Kalt-Dauerwelle üblich. Bei ihr wird das Keratin nur durch Chemie erweicht und anschließend wie gewünscht geformt.

Während in den 70er Jahren der Afro-Look (extreme, kleine Locken) modern war, ist nun seit ungefähr den 90ern die Dauerwelle nichtmehr so im Trend.

Früher musste man alle Stylinggeräte (Lockenstäbe, Well-, Krepp- und Quetscheisen) im Ofen oder Feuer erhitzen, dann folgte die Zeit, wo man durch Brennspiritus und Elektrizität die Hitze erreichte. Brennscheren und Ondulierstäbe sorgten für Aufsehen – viel natürlicher als die Korkenzieherlocken wirkten hingegen die schneckenartigen, sanft federnden Locken. Sie wurde mit dem Quetscheisen kreiert. Das Kreppeisen erlangte Faszination, das für Volumen sorgte.


Durch die Benutzung von Elektrizität wurde die gewonnene Wärme auch zum Haartrocknen eingesetzt. Ein Haartrockner war so zum Beispiel anfangs wie ein großer Kasten aus der heißen Luft kam. Man stellte ihn auf einen Tisch bzw. anderen Untersatz und setzte sich davor. Der erste, vorgestellte Trockner war eine Erfindung des Friseurs Alexandre F. Godefoy .

Die AEG brachte um die Jahrhundertwende den Haartrockner als Massenprodukt in den Vertrieb. Zudem sicherte man sich die Rechte an dem Begriff Fön. Deswegen vertreiben andere Firmen auch bis heute noch Haartrockner und keine Föhne. Die Definierung des Wortes liegt im Gebirge: Als Föhn bezeichnet man den warmen Fallwind. Im Duden hingegen stand damals, dass die Rechtschreibung Fön beim elektrischen Warmluftgerät richtig sei

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