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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 02.08.2017

Sie und Ihre Team - Aufgabenteilung


 


Mein Job ist es, Kunden in den Salon zu bringen. Der Job meiner Stylisten ist es, ihre Gäste so zu begeistern, dass sie wieder kommen und zu Stammgästen werden. Das bedeutet, dass meine produktiven Mitarbeiter zu Marketingprofis in eigener Sache werden müssen. Ich lege damit einen gewichtigen Anteil meines Unternehmens-Marketings in die Hände meiner Mitarbeiter. Ihr Ziel muss es sein, dass ihre Gäste dauerhaft Umsatz bringen, damit in Fortführung dazu ihr Arbeitsplatz dauerhaft gesichert ist.

Einstellung der Mitarbeiter

Ich habe den Eindruck, dass in Deutschland fast jedem alles  auf dem Silberteller präsentiert wird. Ist jemand noch auf seine eigene Leistungsbereitschaft angewiesen? Man wird irgendwo, irgendwie aufgefangen, oder aufs Gleis gesetzt und angeschoben (außer Du bist selbstständig). Und wie sieht’s mit Eigeninitiative aus? Hmm, das Unternehmen trägt die Kosten für die Ausbildung. Das Unternehmen trägt die Kosten für die Weiterbildung. Das Unternehmen muss sich gemäß dem Gleichstellungsgesetz verhalten. Unternehmen müssen auch die lahmsten Hasen zum jagen tragen. Ich bin nicht damit einverstanden, dass von Jugendlichen nur das Nötigste verlangt wird, aber alles gegeben werden muss.

Dagegen gefällt es mir sehr gut, wenn ich mit wachen, intelligenten, der Zukunft zugewandten jungen Menschen zu tun habe. Es gefällt mir, wenn junge Menschen ein Ziel haben. Und mir gefällt es, wenn sie dieses Ziel mit aller Kraft verfolgen.

Eigen-Marketing

 Was hindert uns daran, unsere Mitarbeiter zu Marketingprofis in eigener Sache zu entwickeln? Der Gedanke, dass Mitarbeiter selber ihre besten Werbeträger sind ist ja nicht so abwegig. Wenn sie eine gute Beratung machen, saubere technische Leistung abliefern, soziale Kompetenz beweisen und ihre Gäste freundlich begrüßen und verabschieden, dann steht einer Wiederkehr der Gäste grundsätzlich nichts im Wege.

 Ausbilder und Führungspersonen sorgen im Gegenzug dafür, dass die Mitarbeiter entsprechend geschult werden. Ohne diesen Schritt geht es nicht. Keiner der Jugendlichen in unseren Salons hat eine solch schlechte Kindestube, dass man ihm nicht beibringen könnte , freundlich, höflich und kundenorientiert zu werden. Ausgenommen diejenigen, die falsch im Beruf und in unseren Salons sind, diejenigen, die für den Dienst an anderen Menschen gar kein Gespür und null Talent haben. Die hätten wir aber nie einstellen dürfen. Wenn ein Unternehmen trotzdem solche dienstleistungsresistenten Mitarbeiter hat, müssen sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung gestellt werden. Keiner unserer Gäste schert sich nämlich darum, welche Probleme wir mit unseren Mitarbeitern haben, oder welche Probleme der Mitarbeiter selber hat, die ihn an einem Lächeln hindern. Gäste wollen eine entspannte Zeit im Salon erleben, höfliche und aufmerksame Menschen um sich herum haben und  fachlich hervorragende Leistungen erhalten. Dafür bezahlen sie!

Die Befähigung

 Mitarbeiter brauchen Rahmenbedingungen für ihr Eigen-Marketing. Zuerst schulen wir sie in den sozialen Kompetenzen: in der Begrüßung und der Verabschiedung, der Sprache, im telefonieren und im Salon-Service. Diese Maßnahmen sind bei  jedem Jugendlichen durch Rollenspiele in zwei Tagen implementiert. Am besten beginnt man mit den Neuzugängen vor dem ersten Arbeitstag. Die bestehende Mitarbeiterschaft wird freiwillig zwangsverpflichtet. Die Schulung wird zum Event mit gemeinsamem Abendessen und Drinks. So kommt Spaß rein und es wird Druck weggenommen. Das Ziel des Events ist die maximale Zufriedenheit der Gäste, an der das gesamte Team beteiligt sein soll.

 Als nächstes analysieren Sie den Ablauf Ihrer Beratung  und legen den, für Sie optimalen, Ablauf fest. Warum die Beratung von Neukunden nicht an einen separaten Beratungsplatz durchführen? Zwei Stühle, ein kleiner Tisch, evtl. ein iPad für die visuelle Frisurenberatung. Buchen Sie 15 Minuten zusätzlich für jeden neuen Gast ein, damit genügend Zeit für die Beratung zur Verfügung steht. Nicht gleich in die Haare fassen (so macht es jeder), sondern erst mal den Gast reden lassen, Informationen sammeln und dann eine Lösung formulieren. Der Kern einer Beratung ist: ZUHÖREN. Wer sich selber gerne reden hört, ist kein guter Berater. Der Kunde redet zu 80 Prozent, der Berater zu 20 Prozent. Nicht umgekehrt.

 Am besten gehen Sie Ihren Mitarbeitern mit gutem Beispiel voran, das zieht immer. Schreiben Sie Ihre definierten Beratungsabläufe nieder und starten xxx Sie dann die Schulung. Wenn Sie Unterstützung brauchen stehe ich bereit.

 

Marketingunterstützung

 Wenn Mitarbeiter Selbstvermarktung betreiben sollen, brauchen sie personifizierte Empfehlungskarten. Sonst greift das Konzept nicht, denn die Mitarbeiter sollen ja für sichxxx marketen. Klar, das Unternehmenslogo muss zu sehen sein, die Karten müssen im CIxxxx gehalten sein. Jeder, der die Karte in die Hände bekommt,  muss Ihr Unternehmen dahinter erkennen. Aber der Mitarbeiter steht im Vordergrund. Sie werden erstaunt sein, wie gut das funktioniert, und am Ende profitiert  Ihr Unternehmen auf jeden Fall.

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