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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 02.08.2017

Ein ganz normaler(Friseur)Tag

Vorm Spiegel stehen, frisieren, schminken, nette Gespräche mit Kunden


So stellt sich mancher Berufseinsteiger den Friseuralltag vor.

Doch der sieht anders aus.

Das Fachmagazin TopHair veröffentlichte vor Jahren einen Bericht unbekannter Herkunft...... 

Friseure brauchen keinen Vergleich zu scheuen. Sie haben Ihre eigene Identität. Sie leisten mehr als viele andere. Friseurinnen und Friseure kennen keinen 8 Std.Tag. 16 bis 18 Stunden sind die Regel. Friseure sollten an Ihren Leistungen gemessen werden, nicht an Klischees. Ihr Gruppenimage ist falsch. Nur Dumme pflegen es.

Friseure sind Leistungsvorbilder, das sollten sich alle merken die für das Friseurhandwerk tätig sind.

Ein ganz normaler Tag ! (einer selbständigen Friseurin)

6 Uhr früh - der Wecker klingelt. Gepflegt, gut aussehen, braucht Zeit

7 Uhr - Frühstück, mit Mann und Kindern endlich zusammen. Gespräche über den Tag, Probleme, die Kinder fordern ihr Recht.

8 Uhr - Fahrt ins Geschäft.

8.15 Uhr - im Salon. Ist alles an seinem Platz? Irgendwas liegt immer herum. Computer anstellen, Wechselgeld in die Kasse, Terminbuch durchsehen. Die Mitarbeiter kommen. Heute ist Sybille krank, Carla und Ralf in der Berufsschule. Kurzes Gespräch. Jeder weiß nun, was er tun muß. Ware aus dem Lager holen, mit der Rezeptionistin den Tag besprechen.

8.30 Uhr - Kundinnen kommen. Die Friseurmeisterin bedient heute sieben von Ihnen. Drei Dauerwellen, zwei Colorationen, Haarschnitte, waschen, föhnen, legen, Beratungsgespräche, Mittagessen gibt es heute nicht. Das passiert wie so oft zwischendurch. An der Kasse stehen, individuelle Gespräche mit Kunden von Mitarbeitern führen. Auch mal Streit schlichten. Zwei Mitarbeiter kommen sich in die Wolle wegen der Azubis. Ein Rückwärtswaschbecken leckt. Telefonat mit dem Installateur. Ein Vertreter steht in der Tür, angemeldet, aber jetzt höchst ungelegen. Anweisung an Azubis, Welltechnik am Übungskopf, Prüfungen stehen bevor. Im Aufenthaltsraum Unordnung. Wäsche stapelt sich. Post in der Pause. Anruf bei der Bank, beim Steuerberater. Alles zusammen: Verantwortung als Unternehmerin, als Chefin, als Ausbilderin, als Mittelpunkt des Salons . Dazu permanenter Wettbewerb mit anderen Friseurbetrieben. Eine Kundin nervt. Die Chefin schlichtet, beruhigt. Und immer lächeln.

19.30 Uhr- Kassenabschluss machen, Computer abstellen, Fahrt mit der Geldbombe zur Bank. Zuhause warten Mann und Kinder. Ein Glück, das es die Oma gibt.

20.00 Uhr - gemeinsames Abendessen. Schulaufgaben der Kinder ansehen, Gespräche. Die Familie fordert ihr Recht. Oft hat unsere Friseurmeisterin ein schlechtes Gewissen. Zu wenig Zeit für sich selbst, für die Familie.

24.00 Uhr - müde im Bett. Ein normaler 18 Stunden Arbeitstag ist zu Ende.

Viele Friseure und Friseurinnen sind Leistungsvorbilder unserer Gesellschaf, als Handwerker, als Unternehmer, als Ausbilder, als Mensch. Leider wird darüber nicht oder zu selten gesprochen, nicht berichtet. Dies der Öffentlichkeit zu vermitteln sollte unsere Aufgabe sein.

 

 

 

 

 

 

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