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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 22.10.2017

Anders als gedacht

Warum jüngere Mitarbeiter heute "so anders" sind....




Personalsuche und Mitarbeiterführung sind heute zu eklatant wichtigen Bausteinen im Unternehmenserfolg geworden. Im Umgang mit Mitarbeitern verzeichnen viele Chef’s, besonders bei der jüngeren Generation, Probleme während sie mit den etwas Älteren eher zurechtkommen.

 

Differenzen zwischen Jung und Alt hat es zu allen Zeiten gegeben, wie der griechische Philosoph Sokrates schon vor über 2000 Jahre bemängelte als er schrieb: „Die Jugend von heute liebt Luxus, hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten.“ Dabei muss allen klar sein: Zukunft liegt immer in den Händen der Jugend. Ganz besonders dringend stellt sich die Frage nach dem Umgang mit der Jugend, wenn der Nachwuchs in den Firmen fehlt, ohne Jugend - kein Fortbestand.

Jugend ist die Zeit, wo junge Menschen sich ausprobieren, ihre Erfahrungen sammeln. Bereits hier lauert die ersten Fallen. Mit dem Vorausdenken mit welchem Erwachsene die Jugend vor Fehlern bewahren wollen, vermeiden sie gleichzeitig, dass diese jungen Menschen ihre eigenen Erfahrungen machen. Jugend ist immer etwas lauter, expressiv, will neue Wege gehen und sucht nach Veränderungen. Jugend muss Fehler machen um daraus zu lernen!

Blicken wir auf der Zeitschiene rückwärts, so finden wir in den achtziger Jahren die Null-Bock-Generation, die angeblich zu gar nichts zu motivieren war. Zur Zeit der Jahrtausendwende finden wir dann die Spaß-Generation mit Ballermann und eher exzessiv anmutenden Partys. Auch sie standen jeweils im Blickpunkt der Kritik, aus ihnen sind heute bereits gestandene junge Menschen geworden.

Aktuell schreiben wir das Jahr 2015 und wieder steht eine neue Generation junger Menschen vor uns, in unseren Reihen.

Man spricht hier von der Generation Y, weil Y im Englischen ausgesprochen wird wie „why“ also „warum“: Das ständige Hinterfragen ist ein bezeichnendes Merkmal der Generation Y, ebenso wie eine damit verbundene Suche nach Sinn. Das hat einen ganz einfachen Grund: es ist die erste Generation die nicht nur durch Elternhaus Schule und Kirche erzogen wurde, sondern über weite Strecken auch über das Internet und Medien. So sind diese jungen Menschen sehr früh an eine unglaubliche Fülle von Informationen gekommen, die ständig mit dem, was sie in Schule und Elternhaus vermittelt bekommen abgeglichen werden.

Die weltweit größte Jugendstudie (Shell Studie) sagt es ganz deutlich: diese jungen Menschen suchen nach neuen Werten und Ideologien, sind bereit und gewillt sich einzubringen und einzusetzen, hinterfragen dieses aber und wollen es vorgelebt haben.
An dieser Stelle tut sich oftmals eine erste große Kluft auf – nur Haare ab, das ist vielen Auszubildenden zu sinnlos, - die Ideologie als Schönheitsberater, die Ideologie „Der faire Salon“ das gibt ebenso Hintergrund wie eine eigene Salonphilosophie, aber welcher Salon hat das schon?

Die frischen und neuen Ideen Jugendlicher werden von den Älteren sehr oft mit Banalen Begründungen abgetan. Dabei ist es heute Fakt, dass manch 25-jährige/r durch Medien und Internet mehr Wissen zur Verfügung hat, als manche doppelt so alten Mitmenschen die sich lediglich zwischen Arbeit und Sofa hin und her bewegen.

„Genau das ist Fakt! Wir müssen dieses Wissen allerdings erst kanalisieren. In Bahnen lenken und anwendbar machen!“ sagte mir Joachim Castor aus dem Wella Managementbereich erst kürzlich zu diesem Thema. Es war ein Kongress bei welchem es um Führungskräfte für Morgen ging und auch hier spielte die Generation Y eine große Rolle.

Wir leben im Informationszeitalter mit sehr schnellen Veränderungen, Globalisierung ist nur eines der Schlagworte….. so viel ändert sich! Die Generation 50er und 60+ ist hier meist überfordert, es ist eine andere Welt geworden.


Neues und vielfältiges Wissen der jungen Generationen mit der Lebenserfahrung der Älteren zu koppeln, das ist zielführend! Alte Werte mit neuem Denken füllen damit diese in neuer Form auf und weiterleben können.

Partizipation heißt das Zauberwort, so lernte ich auf dem Kongress, bedeutet Einbeziehung der Beteiligten bei allen das Zusammenleben betreffenden Ereignissen und Entscheidungsprozessen. Das Ganze wird ergänzt durch den dialogischen Führungsstil.

Interessant auch der Gedanke: Partizipation ist der Grundstein unserer Demokratie. Zu viele Menschen haben das aber nicht gelernt, im Umkehrschluss fühlen zu viele Menschen sich übergangen, bevormundet, nicht aufgeklärt. Hier entsteht das Desinteresse an Politik, an Engagement jeglicher Art. Auch in Vereinen und Firmen.

Dialog, Austausch, gemeinsamer Konsens… zielführende Wertevorstellungen und Unternehmenskultur….. so wie im Konzept aus „Der faire Salon“ beschrieben…. dann klappt es auch mit dem Nachwuchs und jüngeren Mitarbeitern

 

 

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