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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 23.11.2017

MEIN Leben – MEIN Weg!

interessante Parallelen zum Friseurhandwerk


Ich hatte ein interessantes Gespräch mit einem Physiotherapeuten. Es ergaben sich für mich interessante Parallelen zum Friseurhandwerk.

1.     Meine Ziele: Mit 13 Jahren war für ihn klar: Ich werde Masseur oder Profifußballer. Er wurde Physiotherapeut und ist seit über 30 Jahren selbständig. Wie sieht es mit Ihren Herzenswünschen aus? Arbeiten Sie an der Realisierung Ihrer Wünsche und Ziele; denn gerade hier werden Sie Ihr ganzes Herzblut rein stecken. Der Erfolg ist das, was folgt. 

2.     MEIN Weg: Sein Vater arbeitete in einem Ur-Handwerk und war nicht ganz überzeugt vom beruflichen Werdegang seines Sohnes. „Naja, wenn Du meinst, dass Du mit Massieren Geld verdienen kannst.“ Ich denke, den ein oder anderen Spruch haben Sie sicherlich auch schon gehört, so nach dem Motto: Im Friseurberuf kann man doch kein Geld verdienen. Weit gefehlt, 2.000 EUR bis 3.000 EUR Bruttolohn monatlich plus Trinkgeld sind auch im Friseurberuf durchaus möglich. Siehe Artikel „Seien Sie clever@work!“.

3.     Begeisterung: Er hat sein Ziel verfolgt, bietet zehn Mitarbeitern einen Arbeitsplatz und zieht Patienten fachlich und menschlich an. Manche nehmen sogar eine Stunde Anfahrtsweg auf sich. Branchenunabhängig ist Weiterempfehlung die beste Werbung!

4.     Mehr als Massieren: Im Gespräch hat er mir erzählt, dass er nicht nur für die „Schmerz-Entfernung“ zuständig ist. Er berät seine Patienten auch betreffend die Ursache. Wie sieht es bei Ihnen im Salon aus? Sind Sie und Ihr Team eher Bestellungsentgegennehmer? Beraten Sie? Auch für zu Hause? Jeder Kunde hat eine Beratung verdient. Was sich der Kunde letzten Endes leisten möchte, entscheidet er selbst. Denken Sie nicht für den Geldbeutel Ihrer Kunden!

5.     Assistenz: Er massiert – von früh bis abends. Alles andere übernehmen seine Mitarbeiter, von der Terminvereinbarung bis zur Abrechnung. Dies ist klar geregelt. Übergeben Sie Verantwortung an Ihre Mitarbeiter? Beispielsweise die Warenbestellung, die Lehrlingsausbildung oder die Pflege der Facebook-Seite. Haben Sie einen festen Bürotag? Setzen Sie die Assistenz ein oder tragen Sie Farbe teilweise selbst auf? Seien Sie hier konsequent und geben Sie ab! 

6.     Meine Grenzen – Meine Mitarbeiterentwicklung: Bis zu 15 Stunden Tage und das 30 Jahre lang können selbst in einem Herzens-Beruf an die Substanz gehen. Ich erinnerte mich an das Friseurhandwerk, wo häufig auch der Chef Hauptumsatzträger ist. Ziel muss es sein, dass Sie sich Freiraum für die Mitarbeiterentwicklung schaffen und Ihre Mitarbeiter zu Hauptumsatzträgern begleiten. ½ Stunde Einzelgespräch ist sinnvoller investiert als ½ Stunde Haare schneiden mit einem Umsatz von 50 EUR. Verstärkt der Mitarbeiter seine Beratung im Verkauf für die Haarpflege zu Hause, errechnet sich ein jährlicher Mehrumsatz von 4.200 EUR (20 EUR Mehrverkauf pro Tag x 210 Arbeitstage) pro Mitarbeiter!

7.     Mein Leben: Freitags wird dieser Physio ab sofort um 13 Uhr schließen. Haben Sie auch einen freien Tag in der Woche? Wann und wo tanken Sie Energie auf?!

8.     Mein Wert – meine Preise: Den nächsten Schritt in seinem Unternehmerdasein hat er gewagt. Was er sich seit zehn Jahren vornimmt, hat er jetzt umgesetzt. Er nimmt nur noch Privatpatienten an oder Selbstzahler. Fazit: Er fühlt sich freier denn je, hat ein Dauergrinsen im Gesicht und steht zu seiner Entscheidung. Und: Die Patienten kommen immer noch, weil die Leistung stimmt! Wie lange überlegen Sie schon, Chefpreise einzuführen? Wann war die letzte allgemeine Preiserhöhung? Ihre Lieferanten erhöhen die Preise jährlich und Sie?

9.     Unternehmer – Privatmensch: Er spielt privat Fußball. Das Training am Mittwoch Abend ist ihm heilig. Natürlich gab es von Seiten der Mitspieler die Frage nach dem „Du kannst mich doch mal schnell massieren.“ Irgendwann gab es eine klare Ansage von seiner Seite, dass er hier als Privatmensch, Fußballer und Kumpel ist und sie dies bitte auch akzeptieren sollen. Seitdem kamen keine Nachfragen mehr. Wie ist es bei Ihnen? Reden Sie Klartext!       

10.  Meine Vision: Er hat ganz klare Ziele vor Augen. Für ihn steht fest: Ich werde bis 70 arbeiten und dann von Bayern nach Berlin ziehen. Und eines ist klar: Alles, was er sich vornimmt, zieht er durch. Leben Sie Ihre Träume? Nehmen Sie sich regelmäßig eine Auszeit, um sich hierüber Gedanken zu machen, kleine und große Träume / Ziele zu definieren und den Weg festzulegenDer größte Erfolg im Leben ist es, Ziele zu erreichen, von denen die anderen sagen, dass es unmöglich ist.  

Um das Thema Ziele und deren Umsetzung geht es unter anderem auch im 3-tägigen Chefseminar der CCT GmbH.   
Der nächste Termin: 25.-27. Juni 2017 in 91613 Marktbergel Nähe Würzburg. +
Referenten: Klaus Schaefer und Sascha Grießhammer.
Anmeldungen unter +49(0)9845 989 100 oder schneider.katharina@cct-seminare.com 

Bei Fragen können Sie sich gerne an die Autorin des Artikels per Email wenden:   
ensser.simone@schaefer-consulting.com

Herzlichst

Ihre Simone Enßer

Schaefer & Partner Consulting

www.schaefer-consulting.com

 

 

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