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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 23.11.2017

Schwarzarbeit boomt

Schwarzarbeit, Marktanteil 20%?


Viele Branchenkenner bezweifeln das - auch wir haben andere Zahlen...

Ort: ein Herrensalon in Düsseldorf der unmittelbar mit einer Bundeswehrkaserne zusammenhängt. Alle drei Monate treffen hier neue Rekruten ein, Einer der ersten Wege führt zum Friseur. Zwangsläufig auch für die, welche sonst den Friseurbesuch scheuen. Eine ideale Gruppierung aus verschiedenen Städten und Bevölkerungsschichten, um einmal zu hören: wie stehen junge Männer zu ihrem Friseur? Insgesamt wurden 174 junge Männer befragt. Sicher nicht repräsentativ aber sehr aufschlussreich, denn die Umfrage brachte nebenbei noch eine ganz andere Tatsache ans Licht... !

Schwarzarbeit - Anteil 53 %

Martin, 22 Jahre, geht 4 - 6mal pro Jahr zum Friseur. Seine Frisur ist ihm wichtig sagt er. Für seinen Formhaarschnitt (naß) bezahlt er 18,50,-€ und ist mit seiner Frisur zufrieden. Das Angebot seines Friseurs bewertet er mit gut, die Beratung allerdings nur mit ausreichend

Jan ist 24 Jahre jung. Sein Kopfschmuck ist ihm nicht ganz so wichtig. Trotzdem bezahlt er 18,- € beim Friseur für seinen Trockenhaarschnitt. Damit ist er zufrieden. Sein Friseur wird hinsichtlich des Angebotes mit befriedigend benotet, bei der Beratung eine krasse Note 5. Jan wünscht sich ausdrücklich mehr Beratung.

Nikolai, gerade 19 Jahre nimmt seine Frisur sehr wichtig. Deshalb geht er auch 2 mal im Monat zum Friseur, besser gesagt zu seiner Friseurin nach Hause. Dort trifft man sich in gemütlicher Runde zum Haarschnitt. Hierfür bezahlt Nikolai 10,- €. Ja, früher war er beim Friseur sagt er. Das dortige Angebot und die Beratung bewertet er mit der Note 4

Rico ist 20 Jahre alt. Die Frisur ist ihm sehr wichtig. Er läßt sich alle 6-8 Wochen privat die Haare schneiden. Kostenpunkt 8 ,- €. Mit dieser Frisur ist er sehr zufrieden. Zum Angebot der Friseure befragt gibt er die Schulnote 3-4 beim Angebot, die Note 7 bei der Beratung!

Patrick (19) läßt sich lediglich 2 mal jährlich die Haare schneiden. (Kam mit langen Haaren, hier nach der Behandlung) Bei seinem Friseur kostet das 21,- €. (Formhaarschnitt) Ja, wichtig ist ihm seine Friseur schon. Zufrieden ist er einigermaßen damit, nicht aber mit Angebot und Beratung im Friseursalon. Beides Note mangelhaft

Ergebnisse der Befragung:
fast allen Männern war der Stellenwert der eigenen Frisur sehr wichtig oder wichtig ( 89%) Das Angebot der Friseure wurde wie folgt bewertet: ( 174 Fragebögen )















Schwarzarbeit: Marktanteil 53%
92 der Befragten gaben an, ihre Haare würden von einer Bekannte / Freundin / Friseurin privat geschnitten.
Erschreckend deutlich, aber nicht überraschend: hier hat die Schwarzarbeit einen Marktanteil von 53%.

Lediglich 17% ( 29 Männer ) griffen selber zur Maschine um sich die Haare zu kürzen, 53 von insgesamt 174 Männer gingen noch regelmäßig zum Friseur. Das sind 30% und beschämend wenig.
Die Ursache? Die jungen Leute haben kein Geld und müssen sparen, werden sofort viele Friseure als plausible Begründung anführen. Nein, so einfach ist es nicht. Kaum einer der Befragten äußerte sich wirklich negativ über die Friseurpreise. Vielfach wurde allerdings das Angebot der Friseure für den Mann bemängelt. Zu trist, einfallslos, zwischen den ganzen Frauen, null acht-fünfzehn, das waren so die Bemerkungen hierzu. Automatisch stimmt bei mangelnder Leistung dann auch das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr. „zu teuer für eben mal fünf Minuten..“ war nur eine Randbemerkung dazu.


Fazit:
Es ist erschreckend, wenn die Mehrheit der Befragten das Angebot der Friseure mit der Schulnote 3-4 quittiert und nur knapp 20 % der Männer sich gut beraten fühlen. Ebenso unglaublich aber jeden Tag in den Salons bittere Realität: „Friseurinnen“ die lässig mit Maschine und Aufsatz Männerköpfe scheren, - und damit deutlichst vormachen wie einfach es doch zu Hause selber nachgemacht werden kann.

Mit fachlicher Kompetenz hat das absolut nichts mehr zu tun! Wer seine Leistung dermaßen schlecht verkauft, der darf sich über mangelnde Nachfrage nicht wundern.

In der Dokumentation des Spiegels „Outfit 5“ aus dem Jahr 2003 wird das deutlich. In einer Repräsentativ-Umfrage wurden Männer im Alter zwischen 16 und 64 Jahren befragt wofür sie gerne Geld ausgeben. Der Friseurbesuch landete abgeschlagen hinter Unterhosen und Socken auf dem letzten Platz!


















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