Gedanken zur Arbeitgebermarke

THEMENWELT · CHEF & UNTERNEHMEN

Ein Thema welches immer wichtiger wird!

Die Mitarbeiter sind die tragenden Säulen eines Unternehmens. Dabei werden ganz oft die Harmonie und der Lohn im Salon in den Vordergrund gerückt. Die Fokussierung auf diese beiden Punkte lässt die weiteren strategischen Ansatzpunkte einer Arbeitgebermarke leider allzu oft in den Hintergrund rücken und der mögliche Erfolg, Mitarbeiter zu begeistern und zu binden, sowie neue Mitarbeiter zu finden wird deutlich erschwert.

Und innerhalb der Branche ist es so, dass sich viele Unternehmer der Wirkung, die sie erzielen, nicht bewusst sind und die Frage „warum sollte jemand bei Ihnen arbeiten“ nicht beantworten können! Lassen Sie uns die Ansatzpunkte formulieren und damit Ihnen die Chance geben, dazu Antworten zu finden. Wir lehnen uns dazu an die Studie der Uni Wien an. Hier wurden repräsentativ Friseure aus Deutschland und Österreich befragt und die Ergebnisse zusammengefasst. Wir wollen uns dabei auf die Ebene des Unternehmens und auf die Ebene Mitarbeiters beziehen.

Im Bereich Unternehmen spielen die Aspekte Salonkonzept, Preispositionierung, Kundenzielgruppe, angebotene Dienstleistungen eine große Rolle. Sind diese Punkte in einem Handbuch definiert? Ist dieses noch aktuell? Wird dieses auch gelebt als Marke, erkennt dies auch der Endverbraucher beim Besuch im Salon? Aber auch über den Auftritt am Markt, vom Logo angefangen über die Art der Werbung und dem Printauftritt insgesamt, wird sich ein Mitarbeiter bestätigt fühlen oder eben nicht. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch der digitale Auftritt, ob im Internet oder auch auf Facebook und Co. Letztlich ist es also das Thema des Images (Meinung von Freunden) und dem Ruf als Arbeitgeber (Meinung von Kollegen).

Innerhalb des Unternehmens geht es um den Führungsstil, die Personalphilosophie und die Zwischenmenschlichkeit – auch unter den Mitarbeitern. Welche Werte hat das Unternehmen und die Führungskraft und – werden diese auch gelebt? Den Mitarbeitern ist die Beziehungsebene, die Information über Ziele des Unternehmens, usw. und auch die Auseinandersetzung mit den Mitarbeitern selbst ganz wichtig. In vielen Schilderungen von Mitarbeitern im Rahmen von Einzelgesprächen erhalten wir die Botschaften von Mitarbeitern, dass allzu oft die Information für ihn selbst und das Feedbacksystem nicht ankommt. Kritik wird dabei immer wieder als Nörgeln verstanden, da die Rahmenbedingungen nicht eingehalten werden. Dabei geht es den Mitarbeitern oft um nicht Harmonie, sondern um konkrete Information und Verbesserungsmöglichkeiten in einer guten Atmosphäre. Ein guter Mitarbeiter weiß es wert zu schätzen, einen guten Trainer zu haben, der aufzeigt, was wie zu tun ist, um dauerhaft bessere Ergebnisse zu erzielen und auch das Positive einbezieht. Dabei spielt die Regelmäßigkeit eine enorm große Rolle. Machen Sie sich einen konkreten Plan für das kommende Jahr, wann die Team- und Einzelgespräche stattfinden und in welchem Rahmen dies erfolgt!

Führung und Kommunikation ist das wohl zentralste Thema der kommenden Jahre. Es ist die Voraussetzung für dauerhaften Erfolg und der Torsten KowalskyGrundstein für Bewerbungen von guten Mitarbeitern. Und: Es gilt der Grundsatz der Nachhaltigkeit: Wird das, was definiert ist, auch tatsächlich eingehalten – und zwar immer.

Im Bereich des Mitarbeiters geht es natürlich um Einkommen und Provisionen. Selbstverständlich benötigt ein Unternehmen ein Leistungslohnsystem und zwar so, dass ein Mitarbeiter auch sofort sieht was er verdient bei welcher Leistung! Aber es geht darüber hinaus noch um viel mehr: die soziale Sicherheit, vorhandene Arbeitszeitmodelle, gezielte Weiterbildung, die angestrebte Position, die Titel, die möglichen Sonderaufgaben, Spezialisierungsmöglichkeiten, Perspektiven und Extras, wie Shows, Events und Bühnenarbeiten. Hier müssen Grundsätze vorhanden sein, die jedoch für den einzelnen Mitarbeiter angepasst sein müssen! Alle Mitarbeiter gleich zu behandeln ist nicht gerecht, sondern Gleichmacherei!

Finden und erweitern Sie Antworten auf alle diese Punkte, damit Sie Ihre Marke bilden und noch mehr schärfen können. Werden Sie zur einzigartigen Arbeitgebermarke, denn Marken sind Voraussetzung auch für Mitarbeiterbegeisterung. Begeistern Sie Ihre Mitarbeiter, wie Sie ihre Kunden begeistern!

Ein erfolgreiches 2. Halbjahr 2015 wünschen Ihnen

Stefan Dax und Torsten Kowalsky

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