Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873 Letzte Aktualisierung: 29.01.2026

Rekordgewinne im Finanzsektor – Mini-Margen im Handwerk

Wer täglich mit Menschen oder an Menschen arbeitet, wird systematisch am schlechtesten bezahlt. Genau deshalb braucht es jetzt ein gemeinsames Zeichen.


Gewinn und Verantwortung – eine Frage der Perspektive 

Die Deutsche Bank erzielte im Gesamtjahr 2025 einen Vorsteuergewinn von 9,7 Mrd. € bei Erträgen von 32,1 Mrd. €. 
Das entspricht einer Bruttogewinnmarge von rund 30 %.
Für jeden Euro Ertrag behält die Deutsche Bank 30 Cent Gewinn vor Steuern.

Ein aktuelles Kalkulationsbeispiel von imSalon.de weist bei einem Bruttopreis von 119 € lediglich 0,25 € Gewinn bzw. 0,21 % aus. 
Hierbei handelt es sich um eine Kalkulation, die eine vorbildliche Salonführung mit fairen Löhnen, Kundenservice usw als Beispiel nimmt und Kosten beinhaltet die in vielen Salon bereits vermieden werden. 
Ein Friseurbetrieb behält laut imSalon‑Kalkulation 0,25 € von 119 € → 0,21 %.

Damit liegt die Gewinnmarge der Deutschen Bank etwa 140‑mal höher als die eines Friseurbetriebs. Dieser Kontrast zeigt eindrucksvoll, wie weit die Schere zwischen Finanzwirtschaft und handwerklicher Wertschöpfung auseinandergeht.

Denn während Banken trotz Schlagzeilen wie Razzien oder Skandalen Rekordgewinne einfahren, kämpfen Dienstleistungsberufe wie das Friseurhandwerk mit struktureller Unterbewertung. Wer heute fair, qualitätsorientiert und ehrlich arbeitet, hat oft das Nachsehen. Die Leistung am Menschen – ob Pflege, Bildung oder Schönheit – wird in Deutschland traditionell schlecht bezahlt. Wer hingegen Pläne verwaltet, Akten sortiert oder in beratender Funktion arbeitet, wird häufig besser entlohnt – und trägt dabei deutlich weniger direkte Verantwortung.

Friseurinnen und Friseure übernehmen täglich Verantwortung für das Aussehen, die Ausstrahlung und damit auch das Selbstwertgefühl ihrer Kundinnen und Kunden. Sie arbeiten kreativ, handwerklich präzise und oft unter hohem Zeitdruck. Dennoch rangieren ihre Einkommen am unteren Ende der Lohnskala. 
Das liegt nicht nur an der geringen Wertschätzung durch den Endverbraucher, welche auch aus einer, oft schwachen Selbstdarstellung der Branche, resultiert. 
Wettbewerbsverzerrungen, Marktübersättigung und fehlendes Grundwissen, besonders im Bereich von Betriebswirtschaft, Kalkulation aber auch Führung kommen erschwerend hinzu.

Fazit: 
Wenn eine Branche, die Menschen stärkt, verschönert und begleitet, wirtschaftlich kaum überleben kann, während andere trotz Skandalen florieren, ist das ein gesellschaftliches Ungleichgewicht. Es braucht mehr Anerkennung für echte Verantwortung – und faire Rahmenbedingungen für jene, die täglich mit Menschen arbeiten, statt mit Zahlen.
Es braucht aber auch ein ehrliches Hinterfragen und dort, wo die Antworten Unzureichendes aufzeigen, auch Selbstverantwortung und den Mut zur Veränderung.

Was folgt, ist mehr als ein Appell – es ist eine Einladung. 
Wer die wirtschaftlichen Realitäten kennt, wer Verantwortung übernimmt und wer an die Kraft des Handwerks glaubt, weiß: Veränderung entsteht nicht durch Einzelne, sondern durch gemeinsames Handeln. Deshalb ruft Der faire Salon Friseurinnen und Friseure dazu auf, ein Zeichen zu setzen – freiwillig, unverbindlich, aber mit Haltung.

Auf der Seite „Gemeinsam stark“ können sich Friseure und Betriebe eintragen, die zeigen wollen:
Wir stehen für Qualität, Fairness und Verantwortung – und wir stehen nicht allein.

Es geht nicht um Verpflichtung, sondern um Sichtbarkeit. Um ein gemeinsames Statement, das zeigt, dass das Friseurhandwerk mehr ist als Dienstleistung – nämlich Haltung, Kultur und Zukunft. Jeder Eintrag zählt. Jeder Name stärkt die Botschaft. Gemeinsam sind wir sichtbar. Gemeinsam sind wir stark.

Also: Handy oder Smartphone raus, ein kurzes Selfie machen, ein Satz dazu, wofür du als Friseur oder Friseurin stehst – und abschicken.

Ein Satz reicht völlig: ein Statement für Fairness, Qualität, Verantwortung, Respekt vor dem Handwerk. 
(So geht's - das wollen wir - Erklärung zu unserem Vorhaben) 
Kein großer Aufwand, keine Verpflichtung, aber ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir als Branche zusammenstehen und uns nicht kleinreden lassen.

Sende Bild und Text an: 
aufruf@der-faire-salon.de 
Poste direkt auf Facebook: friseur-news

Danke das Du dabei bist

weitere Informationen zu GEMEINSAM STARK  : https://der-faire-salon.de/home/infos-fuer-friseuere/#aufruf

 

 

 

 

 


 

 

Das könnte Sie auch interessieren

American Blow Dry

American Blow Dry

Wella bringt neues Servicekonzept
„Friseure bewegen“

„Friseure bewegen“

Eine Initiative von Wella
GLAMMY AWARD 2015

GLAMMY AWARD 2015

Bed Head by TIGI startet durch!
Tally Take on

Tally Take on

Mit Video-Tutorials zur Traumfrisur
Italian Touch

Italian Touch

KEMON präsentierte sich...
Zu Besuch bei Freunden

Zu Besuch bei Freunden

Von Friseuren. Für Friseure.
EIMI jetzt mit Fernsehspots

EIMI jetzt mit Fernsehspots

und Print Anzeigen in der Beauty Presse
INSTAMAT!C

INSTAMAT!C

Dmitry Vinokurov
Die Trend's von Morgen

Die Trend's von Morgen

Ein Ausblick von der "HAARE 2015"
Hauptmenü