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„Auch Ihr Junge – schön frisiert!“
Eine Anzeige aus der Zeit, als der Friseur noch zur guten Erziehung gehörte Diese Wella-Anzeige ist frühestens auf 1952 zu datieren: Wellaform kam damals auf den Markt. Stil, Sprache, Preisangaben in D-Mark und die Bildsprache sprechen für die frühen bis mittleren 1950er Jahre – für die Nachkriegszeit, in der aus Entbehrung langsam wieder Alltag, Ordnung…
Der EUGENE-Trockenapparat
Der EUGENE-Trockenapparat „Standard“ war weit mehr als ein Föhn auf einem Stativ. Er gehörte zur technischen Modernisierung des Salons. Die Kundin saß darunter, während die warme Luft gleichmäßig über das Haar geführt wurde – etwa nach dem Waschen, Legen, Einrollen oder einer Dauerwelle. Das ermöglichte dem Friseur, präziser und planbarer zu arbeiten; zugleich hatte die…
Der Friseurteller
Der Friseurteller: Als ein Schild noch mehr sagte als „Friseur“ Wer heute an einem Friseursalon vorbeigeht, sieht meist Logos, Leuchtschriften und große Schaufenster. Das alte Schild auf dem Foto erzählt dagegen eine Geschichte, die weit tiefer reicht: ein Ausleger mit dem Wort „Friseur“ – darunter ein silberner Teller. Ein unscheinbares Detail? Nein. Es ist eines…
Verpasster Wendepunkt
Als die Kunden den Friseuren den Spiegel vorhielten Mitte der 1990er Jahre begann es im deutschen Friseurhandwerk zu knirschen. Viele Saloninhaber bemerkten, dass sich das Verhalten ihrer Kunden veränderte. Dennoch wurden die Warnsignale häufig übersehen oder als vorübergehende Erscheinung abgetan. Auslöser waren unter anderem die ersten Discountversuche im Friseurmarkt. Mit auffällig niedrigen Preisen sollten neue…