Team: Gemeinsam Ziele erreichen
Aber sind wir mal ehrlich: wie oft gelingt das wirklich?

Kennenlernkompass: Besser verstehen, bevor Zusammenarbeit beginnt
Ein gutes Team entsteht nicht allein durch Fachwissen. Entscheidend ist auch, wie Menschen miteinander umgehen, kommunizieren und zusammenarbeiten.
Gerade im Friseursalon zeigt sich schnell, ob die Chemie stimmt. Im Bewerbungsgespräch präsentieren sich beide Seiten meist von ihrer besten Seite. Ob jemand wirklich ins Team passt, zeigt sich oft erst später – manchmal erst nach Tagen oder Wochen.
Genau hier setzt der Kennenlernkompass an.
Das von Dirk Teß entwickelte Werkzeug soll Saloninhaber dabei unterstützen, Bewerberinnen und Bewerber bereits vor dem ersten persönlichen Gespräch besser einzuschätzen – nicht als Bewertung oder Schublade, sondern als Gesprächsgrundlage für ein ehrlicheres Kennenlernen. Kennenlernkompass
Wer ist Dirk Teß?
Dirk Teß ist seit 1991 bei Friseur Stümpel Team Teß Intercoiffure in Neu Wulmstorf tätig und seit 1993 Friseurmeister. Gemeinsam mit seiner Frau Silvia führt er den traditionsreichen Salon heute in dritter Generation. Neben seiner Tätigkeit als Friseurmeister beschäftigt er sich seit vielen Jahren intensiv mit Kommunikation, Persönlichkeit und Teamentwicklung. Er arbeitet unter anderem als Mentalcoach, Friseurcoach und „Teamflüsterer“.
Als Trainer für die „Chemie der Persönlichkeit“ beschäftigt er sich besonders mit der Frage, warum Menschen unterschiedlich denken, handeln und kommunizieren – und wie diese Unterschiede im Team besser verstanden werden können.
Dirk Teß gehört außerdem zum Mutmacherteam der Wertegemeinschaft Der faire Salon.
Das passt zu einem der zentralen Gedanken dieser Gemeinschaft: Fairness beginnt nicht erst beim Kunden. Sie beginnt im Umgang miteinander – im Team, in der Führung und bei neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Aus dem Salonalltag entstanden
Der Kennenlernkompass ist kein theoretisches Personalinstrument, das irgendwo am Schreibtisch entwickelt wurde.
Dirk Teß beschreibt selbst, dass ihm irgendwann aufgefallen sei, dass ein einzelnes Vorstellungsgespräch nicht ausreicht, um einen Menschen wirklich einzuschätzen. Deshalb entwickelte er ein Werkzeug für den eigenen Betrieb, das inzwischen auch anderen Salons angeboten wird. Der Gedanke dahinter ist einfach:
Nicht erst herausfinden, dass es nicht passt – sondern früher miteinander ins Gespräch kommen.
Wie funktioniert der Kennenlernkompass?
Vor dem Vorstellungsgespräch beantwortet die Bewerberin oder der Bewerber online 16 alltagsnahe Fragen.
Die Auswertung zeigt anschließend eine Tendenz zu drei Grundmustern:
Instinkt & Tempo –
Menschen, die schnell entscheiden, handeln und auch unter Belastung anpacken.
Gefühl & Beziehung –
Menschen, bei denen Empathie, Vertrauen und Teamgefühl besonders ausgeprägt sind.
Verstand & Struktur –
Menschen, die sorgfältig, präzise und strukturiert vorgehen.
Wichtig dabei: Niemand wird als „Typ X“ abgestempelt. Jeder Mensch vereint alle drei Bereiche in unterschiedlicher Ausprägung. Der Kompass soll deshalb ausdrücklich keine psychologische Diagnose sein und auch kein automatischer Filter für Bewerbungen.
Er soll vielmehr dabei helfen, im Gespräch die richtigen Fragen zu stellen.
Nicht nur einstellen – besser miteinander arbeiten
Zum System gehört mehr als ein Fragebogen.
Saloninhaber erhalten zusätzlich Hinweise zur Kommunikation und Motivation, einen Interviewleitfaden und einen Ablauf für die Zeit bis zum Ende der Probewoche. Für Auszubildende und Berufserfahrene gibt es jeweils eigene Versionen. Zusätzlich ist ein Team-Check für bestehende Mitarbeiter möglich.
Gerade dieser Punkt macht das Thema auch für Der faire Salon interessant.
Denn ein vernünftiges Miteinander entsteht nicht dadurch, dass alle Menschen gleich sind.
Es entsteht dann, wenn unterschiedliche Persönlichkeiten verstanden, respektiert und sinnvoll zusammengebracht werden.
Ein leistungsfähiges Team braucht nicht fünf identische Menschen. Es braucht unterschiedliche Stärken – und eine Führung, die damit umgehen kann.
Gemeinsam erfolgreich – statt gegeneinander
Die Wertegemeinschaft “Der faire Salon” steht für einen fairen Umgang mit Kunden, Mitarbeitern und Unternehmen.
Dazu gehört auch die Erkenntnis:
Gute Mitarbeiterführung beginnt mit Interesse am Menschen.
Wer versteht, was einen Mitarbeiter antreibt, wie er angesprochen werden möchte und wodurch Konflikte entstehen können, hat bessere Voraussetzungen für ein stabiles Team.
Das kann Missverständnisse vermeiden, die Einarbeitung erleichtern und dazu beitragen, dass neue Mitarbeiter nicht nach kurzer Zeit wieder gehen.
Gerade in einer Branche, in der gute Fachkräfte und Auszubildende gesucht werden, ist das keine Nebensache. Es ist ein wirtschaftlicher Faktor.
Und gleichzeitig eine Frage von Respekt und Wertschätzung.
Ein Werkzeug – kein Ersatz für Menschenkenntnis
Der Kennenlernkompass verspricht nicht, die perfekte Mitarbeiterin oder den perfekten Mitarbeiter auf Knopfdruck zu finden. Das wäre auch der falsche Anspruch.
Dirk Teß formuliert es treffend: Es gehe nicht darum, Menschen in Schubladen zu stecken, sondern darum, von Anfang an besser zu wissen, worauf man sich auf beiden Seiten einlässt.
https://kennenlernkompass.de/