Gefahren für die Haut

Hautprobleme gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Belastungen im Friseurhandwerk. Besonders betroffen sind die Hände, weil sie im Salon ständig mit Wasser, Shampoos, Haarfarben, Blondierungen, Dauerwellmitteln sowie Reinigungs- und Desinfektionsprodukten in Kontakt kommen.

Typische Gefährdungen

  • Feuchtarbeit: häufiges Waschen und längerer Wasserkontakt schwächen die natürliche Hautbarriere.
  • Friseurchemikalien: Farb- und Blondiermittel können die Haut reizen oder allergische Reaktionen begünstigen.
  • Reinigungs- und Desinfektionsmittel: falsche Anwendung oder ungeschützter Kontakt belastet die Haut zusätzlich.
  • Ungeeignete Handschuhe: falsches Material, schlechte Passform oder zu langes Tragen können selbst Beschwerden verursachen.
  • Mechanische Belastung: Reibung, kleine Verletzungen und trockene Haut erleichtern das Eindringen reizender Stoffe.

Frühe Warnzeichen ernst nehmen

Rötungen, Brennen, Juckreiz, trockene Stellen oder kleine Risse sind keine bloßen Schönheitsprobleme. Sie können erste Hinweise auf eine geschädigte Hautbarriere sein. Werden diese Signale ignoriert, können sich chronische Ekzeme oder Allergien entwickeln.

So wird wirksam vorgebeugt

  • direkten Hautkontakt mit Chemikalien vermeiden
  • geeignete, puderfreie Schutzhandschuhe verwenden
  • Hände nur bei sichtbarer Verschmutzung waschen und anschließend pflegen
  • Hautschutz- und Pflegeprodukte konsequent einsetzen
  • Nassarbeit im Team möglichst verteilen
  • Beschwerden frühzeitig arbeitsmedizinisch oder dermatologisch abklären lassen

Ein wirksamer Hautschutz verbindet technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen. Entscheidend ist, dass alle Beschäftigten die Regeln kennen und im Alltag tatsächlich anwenden.

Bei anhaltenden oder stärker werdenden Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Ähnliche Beiträge