„der faire Salon“ als Chance

Der haarigen Branche geht es wirtschaftlich seit Jahren nicht gut.
Es gibt zu viele Anbieter mit im Durchschnitt viel Leerlauf, wie die Branchenprofis ihre ungewollte Kurzarbeit, verharmlosend benennen. Der deutsche Verbraucher gibt inzwischen z. B. pro Jahr zwar 5,7 Milliarden € für „mobile Datendienste“ aus. Alle ca. 75.000 Friseurbetriebe produzieren zusammen z. B. ca. 1 Milliarde € weniger Umsatz…
Um die höheren Löhne zahlen zu können, müssen indes höhere Preise her.
Da dieses nicht so einfach ist bleibt der Weg über den Mehrumsatz des Einzelnen.
Unternehmersicht:
Im Friseurhandwerk verbuchen die meisten Unternehmen keine betriebswirtschaftlichen Gewinne. Kunden fordern dennoch „niedrigere Preise“. Mitarbeiter brauchen objektiv höhere Löhne, damit sich „Arbeit lohnt“. Was ist zu tun?
Kundenverhalten:
Kunden sprechen einerseits von zu hohen Preisen, sehen aber andererseits ein, dass Friseurinnen unterbezahlt sind.
Aufklärung, die überzeugen sollte, an der schwierigen Lage aber wohl kaum etwas ändern würde, ist öffentlichkeitswirksam nicht präsent.
- Die Initiative „Der faire Salon“ geht mit der Internetseite www.der-faire-salon.de neue Wege, klärt auf, kontaktiert intensiv die Medien und Verbraucherpresse.
Mitarbeitermeinunqen:
verbreitet ist in Friseur-Mitarbeiterkreisen die unqualifizierte Auffassung, die Einnahme abzüglich (Netto-) Lohn sei der Unternehmensgewinn.
- Auch hier klärt „Der faire Salon“ auf und vermittelt den Mitarbeitern Wissen um wirtschaftliche Größen und Notwendigkeiten in einem einfachen und verständlichen Rahmen.
Mitarbeiter und Entlohnung
Die Branche verzeichnet einen gravierenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.
Zu niedrige Löhne, schlecht zu motivierende Mitarbeiter, mangelnde Qualifikation, zu wenig Umsatz, … ein Teufelskreis.
„Der faire Salon“ setzt bereits an diesem Gedanken an und will den Mitarbeitern
- die Zusammenhänge zwischen Lohn und erbrachten Umsatz aufzeigen
- die Notwendigkeit zum Mehrumsatz erklären
- helfen Kundenwünsche besser zu verstehen und die Beratungskompetenz steigern
- motivierend zum notwendigen Umsatzwachstum führen
Mitbewerberreaktionen:
In der Regel machen sich Friseurhandwerker nicht die Arbeit mit einer eigenen Marktstrategie und erst recht nicht mit einer betriebsspezifischen Kalkulation. Man schaut stattdessen heimlich auf die Angebotspreise der örtlichen Mitbewerber und fertigt dann eine weitgehend ähnliche Preisliste für die häufigsten Dienstleistungen.
- „der faire Salon“ gibt dem Unternehmer Gedanken und Ideen zur Differenzierung in einem übersättigten Angebotsmarkt an die Hand.
Kunden:
Weshalb sollte ein Kunde bei seinem Friseur mehr Geld ausgeben als beim preisgünstigen Mitbewerber? Die in der Persönlichkeit verankerte egomanische Prägung des Menschen ist nämlich so angelegt, dass jeder Konsument seinen eigenen Vorteil sucht. Er will immer nur den Eigennutz mehren und den Aufwand minimal gestalten. Wer zahlt in unserer Kultur schon freiwillig mehr als er muss?
„der faire Salon“ will helfen ein neues Bewusstsein zu schaffen: aktuell sind die Verbraucher durch die Aufklärung der Medien sensibel für solche Themen.
- Diese Initiative will hier einen zusätzlichen Beitrag leisten und informiert Medien,
- zeigt in der zugehörigen Website Unterschiede zwischen Preis und Qualität.
- Vermittelt Mitarbeitern die notwendigen Argumente um selber mit Kunden reden und argumentieren zu können.
Worin soll der handfeste Vorteil für den Kunden beim fairen Salon liegen? Im guten Gewissen? In einer neuen Moral?
Eine neue Moral wird Sache der Zeitgeschichte sein. Wenn diese Initiative hier vielleicht einen winzigen Beitrag zur Verbesserung liefern kann um so schöner. Trotzdem: Ethik auch im Wirtschaftleben steht bei Verbrauchern hoch im Kurs und trägt dazu bei sich mit einem Unternehmen zu identifizieren oder sich dafür zu entscheiden .
Letztlich sind faires und qualitativ höherwertiges Handwerk, gute Produkte, Wissen und motivierte Mitarbeiter nicht mit Billiglöhnen zu finanzieren.
- Dieses publiziert „der faire Salon“ und schafft Verstehen beim Verbraucher.
- Diese „Vorteile“ für Kunden werden als Gütesiegel publiziert
- Den teilnehmenden Friseuren möchten wir bewusst machen das sie ihre durchaus vorhandenen Stärken auch kommunizieren müssen. Intern wie extern…