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Änderungen in der Mitgliedschaft

Rückblick

Auf viel Zustimmung können wir bis heute zurückblicken und werden bald den 450ten fairen Salon aufnehmen können. „Endlich bewegt sich mal was“ das war der häufigste Tenor.
Wenn diese Initiative nicht für schmeichelhafte Medienresonanz sorgen konnte, wir haben viel zum Status quo in Sachen faire Löhne beigetragen. An dieser Stelle auch ein großer Dank an Kooperationspartner TOP HAIR International, die immer diesen Weg mitgegangen ist.

Es muss niemand glauben, alle Probleme würden sich jetzt durch den bevorstehenden Grundlohn lösen. Endlich bewegt sich mal was, sollte nicht dazu führen, das man die Hände in den Schoß legt und auf ein Wunder wartet! Das Wunder wird ausbleiben, wenn keine Aktivität in eigenen Reihen erfolgt.

An dieser Stelle erlaube ich mir eine weniger schöne Bestandsaufnahme:

Derzeit verzeichnen wir 431 faire Salons.

Lediglich knapp 10% davon, zeigen das nach Außen indem Sie ein Plakat oder eine Urkunde nutzen. 90% tun das nicht. So werden wir keine Aufmerksamkeit bekommen.

Kunden glauben, dass vom 30 € Haarschnitt mindestens 20 € Gewinn sein müssen. Kunden sind nicht aufgeklärt über Friseurpreise und Produkte. Der Versuch, eine Aufklärung mit der Kundenzeitung dieser Initiative herbeizuführen, darf als gescheitert betrachtet werden. 1 Bestellung bei der letzten Ausgabe, dafür lohnen sich die rund 18 Stunden Arbeit pro Ausgabe nicht.

„Kunden lesen dass, erkennen das wir uns eben doch keine goldene Nase mit dem Haarschnitt verdienen, legen die Zeitung beiseite und sagen nichts!?“  so eine Chefin, die ich fragte, warum sie diese Zeitung nicht mehr haben möchte.

Kunden sind manchmal irritiert, betreten, nachdenklich und das ist gut so, Botschaft angekommen! Es ist Sache der Chefs und Mitarbeiter, hier die Chance zur Kommunikation zu nutzen. Den meisten ist das zu unbequem.

Mit dem, nun kommenden, bundesweiten Grundlohn ist die Friseurbranche einen großen Schritt weiter, aber nicht am Ziel. Es gibt noch viel zu tun, Imagewandel und Verbraucheraufklärung. Es gibt auch noch genügend Unfairness im Markt in Richtung Mitarbeiter. Auch diese müssen umdenken, soll eine Verbesserung eintreten.

Das führt auch zu Veränderungen in der Initiative.

  • Die Kriterien zur Teilnahme  wurden verschärft und sind jetzt auch zum Teil nach Außen transparent, daher eher kontrollierbar.
  • Das Portal der Initiative, gleichzeitig Anlaufstelle für Kunden, die Informationen oder auch einen fairen Salons suchen, ist vollkommen neu und professionell gestaltet worden.  
  • Ab sofort erfolgt eine Klassifizierung der Salons, die eine weitaus bessere Präsentation der Salons zur Folge hat, aber nicht immer kostenlos ist. 
  • Mitarbeiter die in einem fairen Salons arbeiten möchten, finden hier Infos über mögliche zukünftige Arbeitgeber.
  • Die Initiative wird ab Sommer intensiv über soziale Netzwerke beworben.

Wie das im Einzelnen aussieht erfahren Sie hier

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