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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 15.02.2019

Staatlich anerkannter Beauty Artist....

Ein gangbarer Weg aus dem Personalnotstand...!?


Das brennendste Problem des Friseurhandwerks ist derzeit die Personalsuche. Überhaupt Mitarbeiter zu finden ist schwer, „passende“ zu finden fast unmöglich.

Eine mögliche Lösung hierzu stellte Boris Bächle, Geschäftsführer des renommierten Friseureinrichters Interpartner, in Bochum vor. Nach dem Umzug von Dorsten nach Bochum soll dem Unternehmen eine Beauty School Akademie angegliedert werden. "Bei den deutschlandweiten Reisen zu meinen Kunden höre ich immer wieder von den gleichen Problemen und glaube hier eine gute Lösung anbieten zu können“, so Boris Bächle.

Bei der Beauty School handelt es sich in den Grundzügen um das ursprünglich von L’Oreal 2012 vorgestellte Konzept MY BEAUTY CARRER welches dann später vom ZV nicht mitgetragen und beendet wurde.

Ideengeber und Initiator hiervon ist Olaf Köhler, selbst Friseur in Lüneburg. „Vor Jahren wollte ich meinen einzigen Salon schon schließen, weil ich keine Mitarbeiter mehr fand! erzählt er. „Aus diesen Sorgen heraus entstand dieses Konzept, welches ich dann nach dem Ende mit ZV und L’Oreal alleine weiterführte.“ Nach Jahren intensiver Arbeit mit den Landes-Schulbehörden führt er die Beauty School Lüneburg und bildet dort auch junge Menschen für seinen Betrieb aus. „Inzwischen habe ich fünf Salons und zu viele Mitarbeiter, werde darum einen Sechsten eröffnen!“ betont er im Gespräch.

So geht es also auch! Aber was ist anders?

In dieser Schule werden keine Friseure herkömmlicher Art ausgebildet, sondern am Ende steht ein Abschluss als „staatlich anerkannter Beauty Artist“. Ein neues Berufsbild mit staatlich kontrollierter Ausbildung, mit entsprechenden Lehrfeldern wie im Friseurhandwerk. „Diese ist auf zwei Jahre verkürzt, enthält aber trotzdem zusätzliche Ausbildungsinhalte und entspricht eher den Anforderungen / Kundenwünschen, wie die heutige Friseurausbildung“, so Olaf Köhler.

Die zusätzlichen Ausbildungsinhalte machen den Beruf für junge Menschen attraktiver und bieten Einsatzmöglichkeiten beim TV, Film, Theater, Maske oder Stylingberatung.

Nicht nur das: Wirtschaftlichkeit ist ein großes Lernfeld in dieser Ausbildung. Den Unterschied in der Praxis macht Olaf Köhler am Beispiel Friseure & Shopping Queen deutlich. Die dort besuchten Friseure haben immer mit Zeitmangel und den letzten verfügbaren €uros der Teilnehmer zu kämpfen. Meist sind es nur 20-25 €uro die in dieser Sendung für den Friseurbesuch zur Verfügung stehen. Das wird in Kauf genommen und die Arbeiten unter Wert verkauft.

„Ein Beauty Artist würde von vornherein sagen: Make up, Haare und Nägel – das macht 40 €uro und in 15 Minuten siehst du wundervoll aus ...“

Dieser Unterschied zeigt sich dann auch im Salonalltag. Bereits als Praktikanten nach zweijähriger Ausbildung, werden hier schon im Salon 4-5000 € Umsatz generiert. Es geht auch um deutlich bessere Bezahlung. Dazu ist natürlich ein entsprechender Umsatz notwendig, dass lernen diese Schüler von der Pike auf.

Die Professional Beauty School ist eine staatlich anerkannte Ergänzungsschule, entspricht nicht dem dualen System. Die Ausbildung ist trotzdem gewährleistet, weil Ausbildung und Leerfelder ständig staatlich kontrolliert werden. Nach zwei Jahren Tätigkeit als Beauty Artist, kann sogar die Meisterprüfung im Friseurhandwerk realisiert werden.

Die Ausbildung ist voll förderungsfähig und wird von Auszubildenden/Betrieb zu gleichen Teilen getragen. Dafür erhält der angehende Beauty Artist keine Ausbildungsbeihilfe, sondern ein deutlich geringeres Praktikumsentgelt.

Die Beauty School Lüneburg hat sogar das erste EU Projekt hinter sich. Junge Menschen aus Italien, Griechenland oder Spanien absolvierten in deutschen Friseurunternehmen, staatlich gefördert wird diese Ausbildung. 80 % davon sind auch heute noch in den Salons, die diese Ausbildung begleitet haben, angestellt.

Weitere Informationen:

Professionell Beauty School Akademie Bochum:

Boris Bächle: 02327-9910957
bochum@professional-beauty-school.de

 

Professionell Beauty School Akademie Lüneburg:

Olaf Köhler: 04131-6084937
lueneburg@profession el-beauty-school.de

 

Meine Meinung:

Ein neuer Weg, der jungen Menschen den Friseurberuf in anderer Weise näherbringt.

Offensichtlich sogar interessanter erscheinen lässt, wie eine herkömmliche Friseurausbildung mit negativ behaftetem Image. Zusätzliche Ausbildungsinhalte bieten zusätzliche Chancen. Auch können Mitarbeiter aus dem europäischen Ausland, welche den Weg in deutsche Salons finden. Innerhalb von zwei Jahren haben die teilnehmenden Salons einsatzfähige Mitarbeiter in den Salons.

Auch wenn ich ein bisheriger Verfechter des Dualen Systems bin, dieses System weltweit anerkannt ist, so sehe ich dennoch dessen Probleme: manches ist überholungsbedürftig, das Image dieser Ausbildung ist bedenklich. Wir brauchen eine Renaissance dieses Berufes, daran wird allerorten gearbeitet.

Bis hier aber erste Ergebnisse generiert werden können, vergehen Jahre. Daher sehe ich diese Möglichkeit durchaus positiv. Eine staatlich kontrollierte Ausbildung mit Ziel hoher Löhne und positiven Image ist mir lieber als ein drohender Wildwuchs in unseren Salons mit un- und angelernten Hilfskräften zum Mindestlohn.

Rene Krombholz

Informationen zum Anbieter
Bächle GmbH - Interpartner
Fröhliche Morgensonne 1
44867 BOCHUM
02327-9910950
02327-9910959
Zum Impressum des Anbieters
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