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Als digitale Zeitschrift anerkannt: Deutsche Bibliothek Berlin - Frankfurt - München - ISSN: 2190-9873
Letzte Aktualisierung: 23.11.2017

Mein Billigfriseure: Selbsttest

Was bekommt man bei einem Billigfriseur?


Über die sogenannten „Billigfriseure“ hört und liest man viel. Was steckt wirklich dahinter? In einem „Selbsttest“ bin ich spontan bei einem „Billigfriseur“ eingebogen. Zwei Mitarbeiter standen vor der Tür. Ich fragte, ob sie denn gerade Zeit hätten. Ja. Keiner der Mitarbeiter stellte sich namentlich vor. Aber ich störte zumindest nicht. Meine Jacke nahm ich selbst ab; die Friseurin hängte sie an die Garderobe. Ich wurde nach einem Getränk gefragt. Zur Auswahl standen Wasser, Kaffee, Tee. Eine Zeitschrift wurde mir nicht angeboten.

Als typische Langhaarkundin hatte ich den Wunsch meine Spitze schneiden zu lassen sowie Wimpern färben. Die Frage „Soll’s gewaschen werden?“ kam erst gar nicht. Beim Spitzen schneiden war ich überrascht. Ich kannte dies bisher so: Haare abteilen, sich von oben nach unten arbeiten und partienweise kürzen. Zudem wurde ich meist gefragt, ob die Haare vorne abgestuft werden sollen. Die Beratung hier war Zero. Die zu schneidenden Zentimeter wurden abgestimmt, die Haare einmal durchgekämmt und dann in einem Zug von rechts nach links abgeschnitten.

Ein Gespräch über allgemeine Themen fand teilweise statt. Dagegen gäbe es fachlich auch viele Themen von der Haarpflege über Stylingvarianten bis hin zur Produktberatung. Als Alternative beobachtete ich das Geschehen um mich herum. Eine zweite Langhaarkundin wurde gefragt „Wann hast Du das letzte Mal Deine Haare gewaschen?“ Ihre Haare wurden ebenfalls in trockenem Zustand geschnitten. Ein Herrenkunde dagegen kam in den Genuss einer Haarwäsche. Wie er zu der Ehre kam, habe ich leider nicht mitbekommen. Übrigens arbeitet das Team komplett ohne Termine. Hier sieht man den altbewährten Kundenstopper „Reinkommen – Drankommen“.

In der Dienstleistung minimalistisch, an der Kasse konsequent: „Haben Sie alles für zu Hause?“ Das war allerdings das Einzige aus dem Portfolio der Überraschungsqualität. Ich war irgendein Kunde im Salon. Keiner wollte meinen Namen oder Kontaktdaten wissen. Keine Visitenkarte. Kein Hinweis auf Weiterempfehlung. Ich holte mir meine Jacke selbst und ging alleine zur Tür. Ich verbrachte 45 Minuten inklusive Einwirkzeit im Salon und bezahlte 16 EUR. Dabei war die Mitarbeiterin mit Wimpern färben mindestens zehn Minuten beschäftigt; sie war hier sehr sorgfältig und behutsam. Waschen / Schneiden / Föhnen kostet laut Homepage 33 EUR, also gar nicht soooo „billigheimerisch“ wie von außen gedacht. Die Stylistin und ihre Kollegin waren mir sympathisch, sie hatte ein gepflegtes Auftreten und vertrat ihren Beruf hinsichtlich Frisur und Make-up.

Gesamt betrachtet haben die Friseursalons im Mittelpreissegment viele viele Möglichkeiten, sich von den „Billigfriseuren“ abzuheben. Dies fängt beim Namen des Kunden an, über die Beratung und Ausführung der Dienstleistung bis hin zur Erfassung der Kundendaten und Interesse an einem Wiederkommen des Kunden. Und dies sind nur die Basics. Mal abgesehen von den ganzen Kleinigkeiten und Besonderheiten rund um einen Friseurbesuch, die zur Kundenbegeisterung beitragen und immer wieder für Überraschungsmomente sorgen. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten!

P.S.: Zuvor hatte ich übrigens bei einem anderen Friseur angefragt, der an diesem Samstag ausgebucht war. Die Mitarbeiterin hat mir mit den Worten „Darf ich Ihnen unsere Visitenkarte mitgeben.“ in 10 Sekunden so viel an Sympathie und Interesse mit auf den Weg gegeben, dass ihre Visitenkarte für meinen nächsten „Selbsttest“ auf meinem Schreibtisch liegt. Sie hat weitergedacht. Apropos weitergedacht: Am Montag, den 25.09.2017 können Interessierte an einem praxisnahen Vortrag von Bestsellerautor Hermann Scherer auf der Marienberg in Würzburg teilnehmen. Thema: „Mit der richtigen Einstellung und einem guten Chancenmanagement hast Du es selbst in der Hand!“. Zeitrahmen: 10 bis 16.30 Uhr. Preis pro Teilnehmer: 160 EUR netto inklusive Mittagsbuffet. Zudem erhalten die ersten 150 Anmeldungen sein neues Buch „Fokus – provokative Ideen für Menschen, die was erreichen wollen!“ im Wert von 20 EUR kostenfrei dazu.

Simone Enßer: Schaefer & Partner Consulting
Bei Fragen können Sie sich gerne an die Autorin des Artikels per Email wenden: ensser.simone@schaefer-consulting.com.
Herzlichst
Ihre Simone Enßer
Schaefer & Partner Consulting www.schaefer-consulting.com
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